Some thoughts.

Dezember 1, 2008

  1. Heute eine Rekordzeit lang in der FH ausgehalten. Nach ohnehin schon verschlafenem Eintrudeln, befanden sich bereits alle Menschen die ich mag wieder auf den Weg in die Stadt. Nach drei Minuten unentschlossenem Geseufze, schloss ich mich ihnen immer noch seufzend an.

    In Folge dessen keine Ahnung von Sozialmanagement, aber einen neuen Pulli. Mit Vögeln in der Kapuze.

  2. Es gefällt mir überhaupt nicht dass Steffi Graf auf meinem „Träum schön-Tee“ abgebildet ist und die Verpackung optisch belastet. Dabei frage ich mich, warum Tees seit einiger Zeit mindestens psychoaktive Wirkung haben müssen um getrunken zu werden.

    Neben „Momenten der Ruhe/Liebe/Melancholie“ „Fühldichgut, Träumschön und GuteLauneTees“ sollte es noch „Augenblicke der Wut“ „Momente der Verzweiflung“ und „IchMöchteHeuteJedenTöten“-Tees geben.

  3. Ja, ich trinke tagsüber „Träumschön“ –Tee. Immerhin besser als Ritalin.

  4. Mein Kreativitätsüberschuss in den letzten Monaten, verseucht jede Möglichkeit der Kanalisierung. Ich würde am liebsten alles gleichzeitig machen, aber nichts das ich muss.
    Dieses Semester ist zum scheitern verurteilt. Aber ich freu mich trotzdem.

  5. Mir geht es gerade wirklich gut. Einfach so. Ganz von Alleine und ohne Grund.

  6. Kommt alle auf meine Party im Bunker, das wird toll.

    Over and Out.

Everyday is like sunday

November 2, 2008


Huargh, der heutige Tag will und möchte einfach nicht vorbeigehen. Sämtliche Maßnahmen zur Existenzbekämpfung (des Tages) scheitern feierlich im Bett mit zwei Wärmflaschen und einer wagenladung Daseinsfrust. Und das in einer Geschwindigkeit, die nicht meine zu sein scheint. Die Uhren laufen förmlich rückwärts. Es ist ja nicht so, dass ich wohl wissend um meine Pflichten und meine zu erledigenden Taten irgendetwas machen würde das man produktiv nennen könnte außer essen. Nein. Ich liege lieber herum, leide um mich, den Tag, das Wetter, meine nicht funktionierende Heizung und nicht existente gut aussehende, nette, intelligente Männer die mir Tee ans Bett bringen. Wobei einer mir bei weitem reichen würde. Und manchmal, an Tagen wie diesem, da macht der Frust so wütend, dass er mich schon wieder zum lachen bringt.

Vielleicht verwechsele ich das aber auch mit dem Wahnsinn der proportional zu meinem Alter zu steigen scheint.

Dennoch muss ich meinem Mitbewohner nun für den Pflaumenkuchen dankbar sein den er mir gerade rein gebracht hat. Allerdings habe ich jetzt nicht einmal mehr einen Grund dazu weiter zu meckern und darüber zu schreiben wie furchtbar bemitleidenswert es mir geht.

*seufz*

Dieser Sonntag hat es aber auch faustdick hinter den Ohren.

Unterhaltungsprogramm

September 28, 2008

Ich weiß nicht genau wann ich das letzte Mal aus war.

Dafür versuchte ich allerdings gestern jede Möglichkeit des Angebotes zu nutzen und konnte mich letztendlich nicht lösen, geschweigedenn mit Überzeugung nach Hause gehen.  Seinen Anfang nahm der Abend auf einer Party auf der ich genau drei Leute kannte, somit zog man sich recht schnell nach draußen zurück um über Bildungspolitik und ähnlich fröhliche Themen zu diskutieren. Die Leute auf der Party waren alle sehr nett, aber alle so erwachsen und schwanger und verheiratet und. Anders.

Als wir uns dann davon überzeugt fühlten, dass wir vielleicht gehen sollten, führten meine diplomierten breitlaberngstaktiken dazu, dass auch die Widerwilligen dazu bereit waren nochmal auf die Tinnitusparty im Forum zu gehen. Nicht dass ich da besonders gerne hinginge, aber in Bielefeld nimmt man eben was kommt.

„nur mal kurz und wir können ja auch wieder gehen wenns doof ist, ne?“

Da war ich dann also mal wieder seit langem und kannte auch erstmal niemanden mehr.  So ein paar Monate Weggeh-Abstinenz macht einem die hohe Fluktuation klar und man weiß plötzlich, das man eben nicht die Einzige ist bei der das Leben nicht nur beim Weggehen stattfindet. Trotzdem habe ich dann nach und nach noch Freunde getroffen, welche die ich schon lange nicht mehr gesehen habe und welche die ich noch gar nicht kannte. Zwar hatte ich recht schnell den Eindruck ich sollte lieber ins Bett (ein wiederkehrendes Motiv an diesem Abend), aber meine wilde Entschlossenheit war ein kleines, französisches Bergwasser schlürfendes Schoßhündchen. Insgesamt brauchte ich also zwei Stunden vom ersten „ich geh dann mal nach Hause“ bis ich tatsächlich so weit war den Heimweg anzutreten. Als ich den dann mit den seltsam klappernden Schuhen gemeistert hatte, war ich auch innerhalb von fünf Minuten eingeschlafen…nur will man ja vorher gar nicht wissen dass man eigentlich Hundemüde ist. Und da zwei Bier inzwischen die gleiche Wirkung haben wie sieben Bier vor drei jahren, bin ich das nun immer noch.

Mit den Schuhen sollte ich mal zum Schuhmacher gehen, das „KlickediKlapp“ löst bei jedem Mal unangenehme Assoziationen von ebenso unangenehmen Frauen aus. Im Augenblick allerdings nicht, weil ich hier im feinsten Schlafanzug diesen Blogeintrag schreibe und meine Füße derweil in 10Jahre alten Birkenstocks stecken. Die Füße und den Rest des Körpers bewege ich nun gen Bett, in meinem Filmberg wird sich wohl geeignetes Sonntagsprogramm finden lassen.

Zu meinem Sonntagsglück fehlen mir eigentlich nur noch eine Badewanne und eine lebende Wärmflasche. Aber man kann ja nicht alles haben.

Einen schönen Gammeltag allerseits.

Boah

August 17, 2008

Das war ja mal eine erfolgreiche Abendplanung. Nächstes Wochenende dürstet es mir nach externer Unterhaltung, wenn ich noch mehr Samstage alleine zu Hause sitze, renne ich bald nicht nur vor fremden Leuten an Plus-Kassen weg sondern auch vor allen anderen.

In meinem Job beginnt man ja nach einigen Wochen laut mit sich selbst zu reden, zumindest war das bei mir der Fall. Wenn man das nicht tut ist es abgesehen von artikulierten Lauten und Lärm, ziemlich still im Kopf.

Deswegen rede ich in letzter Zeit auch so viel wenn ich jemanden treffe. Und furchtbar schnell, wie mir aufgefallen ist. Daher auch mein Bedürfnis gestern Abend etwas zu erleben, das nicht aus meinem eigenen Kopf kommt.

Nächstes Wochenende soll das mal gefälligst klappen. Ich mache die Woche auch noch ein paar Drohgebärden, mal sehen ob das hilft.

Erstmal gucke ich aber noch etwas Hohl.

Zirkel partII

August 1, 2008

Alles kehrt mit verlässlichkeit wieder. Beziehung, Trennung, Singlesein.

All die kurzen Lebensphasen in denen man sich komplett über das Dasein oder die Abwesenheit eines anderen Menschen definiert. Komisch nur,  dass man sich nie wirklich daran gewöhnt.

Zirkelargumentation

Juli 31, 2008

Ja, da bin ich wieder mal zeitweilig. Dies ist der erste Abend der Woche den ich zu Hause verbringe.

Im Augenblick kann ich mit dem Alleine sein auch recht wenig anfangen und beginne mich innerhalb von 10Minuten selbst zu bedauern. Aber so ist das eben. In meinem aktuellen Job in der Behindertenwerkstatt schwanke ich zwischen totaler Unter-und Überforderung, komme des Nachmittags völlig zu Brei gekocht nach Hause und höre den Murmeln in meinem Kopf beim klickern zu.  Allerdings bringt es mir erstaunlich viel. Abgesehen von meinen Nerven, die im Augenblick nun wahrlich keine Drahtseile sind aber in dieser Umgebung scheinbar doch eine Menge abkönnen. Ich könnte so viele Geschichten erzählen wenn ich nicht der Geheimhaltungspflicht unterläge. Aber vielleicht irgendwann mal, mit geänderten Namen, addierten Ereignissen und Autorenfreiheit…Zumindest ist sämtliche Vorsicht, Distanz, und die differenzierung weg. Der falsche Respekt auch.

Ansonsten muss ich mir noch überlegen ob es mir im Moment nun gut oder schlecht geht. Aber ich habe ja noch zeit und diverse Kreisgedanken übrig, um mir das zu überlegen.

Und ins Schreiben muss ich auch erst wieder reinkommen, das liest sich ja wie eine Packungsbeilage hier.

Gestern fragte mich eine der Personen in der Werkstatt in der ich im Augenblick arbeite, was denn gerade für ein Lied im Radio laufe. Zu meiner eigenen Überraschung antwortete ich wortgetreu:

„Keine Ahnung, ich kenn’ mich nicht so aus mit dieser neumodischen Musik“

Ich kann immer noch nicht fassen, dass ich sowas gesagt habe.

Gehirnschwüle

Mai 29, 2008

Geweckt wurde ich heute morgen von meinem Mitbewohner, der wohl seit 10 Minuten in meinem Zimmer stand, mich aus vier Meter entfernung anschrie und mit Dingen bewarf die er zufällig auf meinem Boden fand.

Während ich also freigelegt in Unterwäsche im Bett lag, vermutlich schnarchend meinen Hintern gen Tür gestreckt, versuchte er meine Privatsphäre zu achten, in dem er einen Sicherheitsabstand von 4 Metern einhielt. Und von einem Feuerzeug geweckt zu werden das aus dieser Entfernung gegen deinen Kopf geschmissen wird, ist nicht gerade ein guter Start in den Tag.

Somit saß ich aufrecht im Bett, starrte ihn Traumtrunken an und fragte mich warum er wohl den Mund auf und zu machte ohne das Geräusche herauskommen.

Sicher, ich schlafe mit Oropax, aber das fällt einem erstmal nicht ein wenn man vor drei Sekunden noch geschlafen hat.

Warum müssen Schorsteinfeger auch immer zu solch unmenschlichen Zeiten erscheinen?

So nun sitze ich hier in meiner nahezu blank geräumten alten Wohnung und schreibe auf meinem improvisierten Schreibtisch den letzten Blogeintrag in der Turnerstraße. Vermutlich ist es der Turnerstraße sogar ziemlich schnuppe was hier so abgeht, ich wollte sie dennoch in meinen Beschreibungen nicht außer acht lassen.

Dabei höre ich Musik die ich schon lange nicht mehr gehört habe und versuche mich an den Gedanken zu gewöhnen dass sich schon wieder alles verändert.  Oder besser, dass sich seit dem letzten Jahren alles in Bewegung befindet und ich mich nicht mal um die eigene Achse drehen kann, ohne dass irgendetwas maßgebliches passiert.

Irgendwann bildete ich mir ein dass es Stabilität sei die ich anstrebe. Sicherheit, Geborgenheit, Stetigkeit. Aber dann wachte ich auf, nur um festzustellen, dass es all das gar nicht gibt.  Zumindest noch nicht.  Deswegen bin ich nun hier und versuche die Veränderung und den Wechsel zu umarmen, ihnen über den Kopf zu streichen und ihnen klar zu machen, dass sie ganz schön prima sind.

Wozu falsche Lebenskonzepte aufrecht erhalten, nur weil sie irgendwelchen Dogmen entsprechen, hm?

Langsam gewöhne ich mich daran eine Suchende zu sein und auch daran, dass ich eben nie finden werde wenn ich nicht aufstehe.

Und deswegen möchte ich hier feststellen, dass jeder Mist im Leben mich weiter gebracht hat. Immer wieder, mit Verlässlichkeit.

So viel Optimismus hätte ich mir am Tag vor meinem Umzug gar nicht zugetraut.  Und auch wenn ich jetzt lieber jemandem beim Auflegen zugucken würde um mich im Rahmen dessen zu betrinken, stattdessen aber Geschirr aussortiere und mich ärgere dass mir alles weh tut, schicke ich ein paar positive Schwingungen in die Welt.

Prost! und Küsse.

Weltschmerz-Februar

Februar 2, 2008

Mein Mitbewohner hat zu Weihnachten einige Krachgegenstände geschenkt bekommen, unter anderem eine elektrische Zahnbürste und einen Elektrorasierer.

Jetzt fehlt noch ein motorisiertes Inhaliergerät, ein hydraulik-Duschspender und eine batteriebetriebene Klobürste damit sich seine Morgentoilette endgültig anhört wie Baustellenlärm. Abgesehen davon, wundere ich mich heute zum wiederholten Male darüber, dass wir immer zum gleichen Zeitpunkt aufstehen, er es aber immer schafft, vor mir an der Kaffeemaschine zu sein. Traurig bin ich aber trotzdem, dass wir ab dem 1.3. nicht mehr zusammen wohnen werden. Zwar sind meine zukünftigen Mitbewohner im Bielefelder Westen (mit hoher Wahrscheinlichkeit) ziemlich nett, aber wenn man mal drei Jahre mit jemandem zusammen gewohnt hat, fällt das schwer sich neu zu orientieren.

 Zwischen Umzug, anstehenden Prüfungen, und Arbeit gibt es da noch das im Augenblick eher leidliche Privatleben, viel Nachdenken und Selbst-und Fremdanalysen bis zum Abwinken. Das nur angeschnitten, sonst verfalle ich in poetisches Selbstmitleid und das ist selbst für einen Weltschmerz-Empfänger wie mich zu viel. Aber ich bin ohnehin nah an der theatralischen Dramaturgie gebaut…das gilt es sich abzugewöhnen.

Heute Abend wird es eine SuperheldenMottoParty geben auf der ich auch zugegen sein werde. Dabei gilt es zu ignorieren, dass ich in kurzen blauen Shorts eher elefantig aussehe und von der Ambition eine mehr oder weniger sexy Superheldin zu sein, nur das rote Haarband übrig geblieben ist.

Leider habe ich sonst nichts schlaues zu erzählen. Es ist im Augenblick etwas leer in meinem Kopf und Körper. Aber das wird sich sicher wieder ändern.