puh
September 7, 2008
So, nun habe ich bestimmt drei Stunden an diesem einen blöden Panel für mein geplantes Webcomic rumgemacht und jezt vergeht mir schon wieder die Lust. Im Anbetracht des Zeitaufwandes, muss ich mir nochmal überlegen ob ich das wirklich mache. Wie dem auch sei. Hier das erste, allerdings ohne wirklichen Sinn und Zusammenhang.
Partyoffensive mit Erscheinungszwang.
März 14, 2008
Hallo liebe Bielefelder und auch die die nicht von da weg kommen.
Morgen Abend Party im Bunker Ulmenwall. Ich erbitte vielzähliges Erscheinen, ne?.

We won!
Juli 1, 2007

Mmmmh. Tee! Nachdem ich erfolgreich das Schlafdefizit eines/einer sehr amüsanten Freitag-Abends/Nacht ausgeglichen habe, was bedeutet dass ich von Freitag auf Samstag lediglich 2, von Samstag auf Sonntag aber fast 11 Stunden geschlafen habe, sitze ich wieder in gewohnter Pose an meinem Schreibtisch und führe einen Litereimer Earl Grey an meine Lippen. Earl Grey hätte ich vermutlich nie probiert, wenn nicht Captain Jean-Luc Picard ihn immer getrunken hätte. Das waren in seinem Fall zwar nur replizierte Stoffwechselreste, in meinem aber handelt es sich um handgepflückten mit Bergamotte-Aroma versetzten Schwarztee, der mir schon so manchen Morgen gerettet hat. Vor c.a. 12 Jahren also, sagte mir mein damaliger Gastrologe, dass ich doch lieber keinen Kaffee mehr trinken sollte, damit mein aufkeimendes Magenproblem sich nicht manifestiert. Zu dem Zeitpunkt nämlich war ich schon seit drei Jahren handfest Kaffeesüchtig und stand kurz vor der Überlegung, ob ich morgens vielleicht auf die Tasse verzichten könnte und lieber gleich auf eine intravenöse Zufuhr des schwarzen Goldes umsteigen solle. Der erste Schritt war dann, dass ich meinen Kaffee fortan mit Milch versetzt zu mir nahm, weil ich davon ausging, dass das Milchfett meine Magenwände ausreichend auskleiden würde als dass der böse Herr Magensäure keine Chance mehr hätte. Im reifen Alter von 15 Jahren musste ich mir dann meine Unbelehrbarkeit eingestehen und mich den strafenden Blicken meines Arztes stellen – also: Teeeee.
Was liegt also einem von Nerd-Tätigkeiten geprägten Teenager näher als dann auf die Tee-Sorte zu kommen, die auch der favorisierte Enterprise-Captain regelmäßig zu sich nimmt. (Make it so!)
Ich bin also ein Nerd, überdies auch noch ein Geek und habe mich vor allem durch meine bestechende Uncoolness ausgezeichnet als ich ein Kind war. Ich hatte eine Brille die mehr als ein Drittel meines Gesichtes einnahm, schlimme Kleidung, Freunde die genau so aussahen wie ich und sich mit mir vor allem deswegen trafen, weil ich die geilste YPS-Gimmick-Sammlung von allen hatte. Als ich begann zu pubertieren da beneidete ich die ganzen hübschen Rabaukenkinder, von denen ich glaubte es stände Ihnen auf alle Zeit der Himmel offen. Erst viele Jahre später fiel mir auf, genau die, von denen ich dachte sie würden die Weltherrschaft durch ihre unbestechlich einnehmende Art als Kind übernehmen, arbeiteten jetzt in bester Trainingshose in der Videothek ihrer Eltern, haben mit 19 geheiratet, sparen sich die letzten Krümel Videotheken-Geld ein damit sie ihren Golf ins Verderben tunen können und haben längst aufgegeben. Von Coolness keine Spur mehr. Die „Anderen“ aber, also „Wir“, sind die wahren Herrscher der Stilprägung und Lebensführung. Oder wie ich es aus dem Vorwort von „Courtney Crumrin and the Night Things“ entnehmen kann:
„We’ve formed our own tribes, and as far as I can see, we, the geeks, won.
Leider weiß man das noch nicht, wenn man Pickel ausdünstend und überflüssige Hormone ausschüttend, Zeit damit verbringt sich möglichst adäquat anzupassen.
Inzwischen habe ich es aber kapiert, wir rocken und werden das auch weiterhin tun.
I am so f-ing different!
Juni 22, 2007

Sehr interessant ist es, bei McDonalds einen Big Mac zu bestellen und danach nach Besteck zu fragen.
Wenn man sich den Luxus erlauben kann, dann nehmt euch vorher auch noch die Schneidezähne heraus und wiederholt den Wunsch nach dem Besteck ungefähr 5. Mal, bis die nette Mitarbeiterin versteht was ihr wollt.
Den Rest des Aufenthaltes könnt ihr euch dann von Vorbeilaufenden beobachten lassen, wie ihr verzweifelt versucht, einen in fertige Häppchen zerlegten Burger direkt zu euren Backenzähnen zu transportieren.
You will be assimilated, resistance is futile
Juni 18, 2007
Gerade eben entdeckte ich bei Paul einen Hinweis auf „das Model und der Freak“ welches bei Pro7 ausgestrahlt wird. Das Konzept ist einfach wie simpel: Zwei Models, bzw. relativ attraktive Frauen, modifizieren zwei „Freaks“, kleiden sie neu ein, gehen zum Friseur und geben ihnen Nachhilfe in korrektem Balzverhalten. Die vermeintlichen Freaks sind zumeist irgendwelche Männer die sich am ehesten durch Andersartigkeit und der damit verbundenen Einsamkeit auszeichnen. Dass sie sich dabei der völligen Lächerlichkeit preisgeben, muss vermutlich nicht erwähnt werden.
Natürlich geht es dabei nicht darum „das beste aus dem Typ“ herauszuholen, nein. Es geht darum in 20Minuten einen massenkompatibel konformen Typen zu generieren, der seine Persönlichkeit auf der Strecke lassen muss, um Erfolg bei den Ladies zu haben. Nun scheint es überhaupt so zu sein, dass die möglichst einfache Einordnung in diese bestimmte Schublade ein Garant für ein erfolgreiches Liebesleben ist. Stellt sich mir doch die Frage, welchen positiven Effekt das auf die Probanden hat.
Sicherlich profitiert jemand, der sich vor allem durch modische Fehlleistungen auszeichnet, davon eine Beratung zu bekommen, die ihm hilft sich besser darzustellen, aber hierbei handelt es sich nicht um eine Typenberatung, sondern um einen Anpassungskatalog. Übrigens bin ich die Letzte die sagt das Aussehen spiele keine Rolle, im Gegenteil. Aber genau das ist es doch, wenn ich vor einem Typen stehe dessen Bild nach Außen nicht von ihm selbst, sondern fremdbestimmt ist, wie soll ich dann noch wissen mit wem ich es zu tun habe? Attraktivität mag ja laut verschiedener Studien ein auf Alle anwendbares System sein, aber was man wirklich als „das besondere Etwas“ empfindet, sind doch gerade die Dinge die eben nicht im Attraktivitätskatalog stehen.
Das Aussehen eines Menschen ist ein Spiegel der Vorstellung von Anderen. Seit einiger Zeit laufen mir Massenweise Menschen über den Weg die aussehen als haben sie sich im „Indie-Emo-Rockabilly 24Stunden-shop“ eingekleidet. Sterne, Totenköpfe und Kirschen mögen vielleicht einmal Ausdruck einer bestimmten Szene gewesen sein, sind jetzt aber nur noch ein Teil des pseudoindividualistischen Einheitsbreis der Modeindustrie. Was aber drücke ich denn bitte damit aus, wenn ich beim tanzen in einem Club vier andere Mädchen sehe die den gleichen Sternchenkapuzenpulli anhaben wie ich?
Genau, Nix.
Man versucht ein Bild zu formen, man möchte akzeptiert werden von Menschen die man vielleicht Cool findet, also passt man sich an. Die Anpassung geht nur inzwischen so weit, dass man nicht mehr am Aussehen erkennen kann mit wem man es nun zu tun hat. In Zeiten in denen es Rock-Gitarren-Anhänger in der Bravo als Gimmick gibt, die Menschen vorm Café Europa die gleichen Klamotten anhaben wie die im AJZ und Indie einen Großteil der Charts ausmacht, wären die Maßnahmen zur Andersartigkeit vermutlich auch ziemlich radikal.
Klar schadet es nicht, jemandem der sich überhaupt keine Sorgen um sein Aussehen macht, zu sagen, dass er sich in regelmäßigen Abständen die Haare waschen sollte, um andere Menschen nicht zu verschrecken. Aber Menschen brauchen doch diese oberflächlichen Offensichtlichkeiten um zu wissen ob man mit dem Gegenüber etwas anfangen kann. Und wenn ich eben ein Tontechniker bin, der Kompositionen aus seinen Rülpsern herstellt und Mickymauspullis trägt, finde ich vielleicht, wenn ich dazu stehe, auch irgendwann eine Frau die das total super findet.
Passe ich mich also an und bestelle mir ein „normiertes Idealbild-Kit“, stelle ich vielleicht am Ende fest, dass ich damit die falschen Leute anziehe.
Dann aber, ist vielleicht auch der richtige Moment gekommen, an dem ich meinen Micky-Maus-Pulli wieder aus dem Schrank hole.
Dance for me, dance!
Juni 6, 2007

Bumm Bumm, Katschank, Schepper, Klonk!!!
Als ich heute Morgen das erste Mal zu Bewusstsein kam, wurde ich aus einem beunruhigend realen Traum gerissen, in dem eine russische Tanzgruppe und der dritte Weltkrieg die Hauptrolle spielten. Zum einen versuchte ich wie besessen mit eher peinlichen Moves in diese Tanzgruppe aufgenommen zu werden und machte mich während des Traumes ständig mit improvisierter „Ein-Frau-Polka“ zum Vollpfosten, wobei mich alle anderen auslachten, und dann war auch noch mein Rock zu kurz weil ich der c.a. 6-jährigen Tochter des Tanzgruppenleiters die Klamotten geklaut hatte.
Während ich also verbissen versuchte mich auf meine Tanzschritte zu konzentrieren ohne das man meine Unterwäsche sieht, weil ich die Tanzgruppe beeindrucken wollte die zu gut 50% aus alten Mitschülern bestand, flogen die ganze Zeit futuristisch aussehende Fluggeräte über die Werkzeughalle in der meine lächerlichen Tanzversuche stattfanden und schmissen Bomben.
Irgendwann kam mir auch der Gedanke, dass ich vielleicht genau aus diesem Grund nicht weiter beachtet werde und legte noch ein wenig mehr Inbrunst in meinen Ausdruckstanz.
Als die komplette Tanzgruppe kreischend auseinanderlief, sich über den Haufen rannte und in den Bombenkeller verschwand der sich plötzlich aufgetan hatte, tanzte ich immer noch in der Mitte, sprang auf und ab, klatschte in die Hände und rief in völlig willkürlichen Momenten „HEY!“
Zum Glück wachte ich dann auf. Einen kurzen Moment sah ich an die Decke, krüllte die Stirn und drehte mich um, um auf die Uhr sehen zu können. Es gibt Uhrzeiten die mag ich nicht, und dazu gehört auch die 7:12, vor allem dann, wenn ich ausschlafen KÖNNTE.
Als ich in etwa 80% der Funktionsfähigkeit meiner Sinne wieder erlangt hatte, wurde mir einiges klar. Genau vor meinem Fenster auf dem Dach, befanden sich Unmengen von Dachdeckern, bewaffnet mit Bohrmaschinen, Hämmern, undefinierbaren Krachgegenständen UND einem Radio.
Und genau das spielte gerade die letzten Takte von „Moskau Moskau“ von Dschinghis Khan.
McGyver und der Kolibri auf dem Dach der Welt
Mai 29, 2007

Wie einige wissen, wohne ich in einer Dachwohnung. Die Vorteile daran liegen auf der Hand: Schöne Aussicht, Ruhe und nur eine begrenzte Anzahl seltsamer Nachbarn die dir in die Wohnung gucken. Außerdem hat es dank großem Hinterhofes im Sommer ein Nahezu mediterranes Flair. So kann man sich in die Küche setzen, die Fenster aufreissen und Sardellen-Spaghetti essen und sich dabei unglaublich weltmännisch fühlen.
Nachteile hat es allerdings auch; so liegt die Durchschnittstemperatur in meinem Zimmer an einem Sommertag bei gefühlten 45.000 grad, was zur vollständigen Reduzierung sämtlicher Körperreaktionen führt. Außerdem gibt es einige Personen die sich weigern mich zu besuchen, weil die Anzahl der Treppen sie davon abhält. An dieser Stelle nochmals danke an die todesmutigen Umzugshelfer. Den Rest des Beitrags lesen »