NomNomNom
November 27, 2008
Moment mal…
August 18, 2008
Der erste Gedanke heute Morgen lautete Wortgetreu bei Weckerklingeln:
„häh?, moment mal, ich bin doch gerade erst ins Bett gegangen?!“
Nun ja, ich musste mir Nachts noch unbedingt Chickenwings braten und da ich immer meinen Wecker abdecke um bloß nicht zu wissen wie spät es schon ist, war es vielleicht schon 4 Uhr Morgens.
Ich befinde mich also immer noch in der verdauenden Tiefschlafphase.
Zwei Wochen noch, dann kann ich mit dem Student-Sein weiter machen. Yay! Chickenwings um 4Uhr Morgens und ausschlafen ohne Reue, so stelle ich mir das Leben vor.
Einen schönen Tag!
Gehirnschwüle
Mai 29, 2008
Geweckt wurde ich heute morgen von meinem Mitbewohner, der wohl seit 10 Minuten in meinem Zimmer stand, mich aus vier Meter entfernung anschrie und mit Dingen bewarf die er zufällig auf meinem Boden fand.
Während ich also freigelegt in Unterwäsche im Bett lag, vermutlich schnarchend meinen Hintern gen Tür gestreckt, versuchte er meine Privatsphäre zu achten, in dem er einen Sicherheitsabstand von 4 Metern einhielt. Und von einem Feuerzeug geweckt zu werden das aus dieser Entfernung gegen deinen Kopf geschmissen wird, ist nicht gerade ein guter Start in den Tag.
Somit saß ich aufrecht im Bett, starrte ihn Traumtrunken an und fragte mich warum er wohl den Mund auf und zu machte ohne das Geräusche herauskommen.
Sicher, ich schlafe mit Oropax, aber das fällt einem erstmal nicht ein wenn man vor drei Sekunden noch geschlafen hat.
Warum müssen Schorsteinfeger auch immer zu solch unmenschlichen Zeiten erscheinen?
*blinzel*
Dezember 28, 2007

Blitz, Donner, Täterä.
So in etwa lautet meine persönliche Kurz-Zussammenfassung des Jahres 2007. Während ich, sinnlose Geräusche produzierend (Blubber, Zisch) in meinem Schreibtischstühlchen sitze und dem Schall dabei zusehe wie er von meinen schrägen Wänden eher suboptimal zurückgeworfen wird, stelle ich mit Überraschung fest:
Ist ja schon wieder vorbei! das Jahr!
(Auch das wird wieder zurückgeworfen, aber das mit dem Echo funktioniert nicht so gut hier in meinen 20 qm, ich kann es aber beliebig oft wiederholen, was in etwa den gleichen Effekt hat. Obwohl ich mir vorgenommen habe, das Wort „Suboptimal“ nicht mehr zu verwenden)
Und wieder hat sich meine Persönlichkeit ein Stückchen weiter entwickelt, ohne dass ich auch nur ein bisschen etwas davon gemerkt habe.
So trickse ich mich schon seit Jahren selbst aus, ich Fuchs.
Ganz subtil finden Veränderungen in den Prioritäten statt, werden Entscheidungen plötzlich anders getroffen als noch ein paar Jahre zuvor. Und ich sitze dann da, möglicherweise wieder auf meinem Schreibtischstühlchen und denke mir „woah, krass Alter! wo kam die Denkweise denn jetzt her?“
Oder so ähnlich.
Ob diese Entwicklungen nun besser sind, stelle ich doch ab und an in Frage. Zum Ende des Jahres dann, passiert die Selbsterkenntnis Revue, tänzelt ein paar mal im Kreis auf deiner Nase herum und lässt dich dann mit dem Wissen, dass man ganz schön verkorkst ist, alleine.
Nicht, dass ich das nicht schon vorher wusste (Blubber, Zisch)
So ist der Wunsch nach „Alles Anders, Alles Besser“ am Ende des Jahres präsenter als sonst. Als lebte man sein Leben in 365Tage Zyklen, zwischen denen man handlungsunfähig ist und nur Informationen und Erfahrungen sammelt, die man schließlich am 1.1 des nächsten Jahres, endlich verwerten und einsetzen kann. Und wenn’s nicht klappt? dann eben nächstes Jahr, wenn man noch ein paar mehr Pakete mit portionierter Selbsterkenntnis mit sich herumschleppt.
Aber ich mag die Päckchen, sie geben mir ein Gefühl der Überlegenheit über mich selbst. Nicht zu verwechseln mit gelegentlichen Allmachts-Anfällen. Denn solange wir wenigstens wissen was wir ändern wollen, sind wir schon weiter als viele Andere. Auch wenn es letztendlich nicht klappt. Das Ziel ist immer der Motor.
Mit diesen Worten schließe ich meinen diesjährigen Jahresrückblick der keiner ist und präsentiere noch ein 15 Jahre altes grafisches Kleinod aus meinen Archiven.
Ich trug damals eine Zahnspange.

An dieser Stelle nochmal:
Dezember 2, 2007

„ich bin voll Hardcore, Alter“ und Fuck Off, 2007.
August 7, 2007

„Ich bin voll Hardcore, Alter“
Irgendwer im Haus muss sich das vor zwei Stunden gedacht haben, als irgendeine generierte Hardcore/Emo Band irgendwas von zerstörten Beziehungen heulte. Allerdings in derart unsozialer Lautstärke, dass ich Kerzengrade im Bett stand. Und was mach ich? Ich setz mich an den Rechner und suche Coheed and Cambria, dreh voll auf, damit ich das nicht mehr hören muss und mich hier als die mit den dicksten Eiern im Haus abgrenzen kann.
Wenn hier einer Emo in unangebrachter Lautstärke hört, dann bin ich das.
Apropos Emo:
Semi, Semi, du schreibst ja garnichts mehr.
Ja, das liegt daran, dass zum Einen vieles gut, und zum Anderen vieles seltsam und Gutes überschattend ist. Bei meinem Versuch einen Blogeintrag zu schreiben, kam eben nur rührselig-selbstmitleidiger Schwulst heraus und da ich versuche meinen emotionalen Exbitionismus etwas in Grenzen zu halten…kommt dann so ein Beitrag heraus.
P.s.
Fuck off, 2007!
Und damit spreche ich nun auch für meine liebsten Freunde.
Dieses Jahr hat’s faustdick hinter den Ohren.
Naja, nicht ganz, die tollen Sachen die dieses Jahr passiert sind, dürfen bleiben.
Vielleicht Neulich irgendwo auf der Welt:
Juli 20, 2007
Glasgowbhoy: can you spek english?
Her: Did you take a look at my profile?
Glasgowbhoy: Yeah.
Her: So? In which language is it written?
Glasgowbhoy: English?
Her: (…) Right. So?
Glasgowbhoy: Aye jist want 2 chat.
Glasgowbhoy: Do you spek English, tho?
Her: …
Her: Well, in fact I don’t, I took a few English-classes in school, which lead to nothing. My teacher probably never got a connection between us, so everything he was trying to tell me just went straight out of my head again. I nearly went mental when I finally realized that I will never learn English because I simply don’t have the tiniest bit of language-Talent. So I am always in bad, because everybody else speaks English, but me. That’s a pity.
Glasgowbhoy:
O.K. then c.u.
Her: I’ll die for that.
*window closed*
Ein Eintrag übers Weglaufen
Juli 19, 2007
Heute mal kein lustiges Bild.
Die Prokrastination scheint sich in meinem Freundeskreis zu einem weit verbreiteten Trend ausgewachsen zu haben. Sehr stark bemerkbar macht sich dies ihm Rahmen von bald endenden und beginnenden Studiensemestern und-oder Beziehungen. Man drückt sich wo’s nur geht, um letztendlich festzustellen, dass man eine Menge Energie gespart hätte, wenn man das Problem nicht weitläufig umgangen wäre. Also fängt man an sich Listen zu machen, mit den Dingen die noch unbedingt zu erledigen wären und findet sich drei Stunden später dabei wieder, wie man vor zwei Stunden und Neununfünfzig Minuten damit begonnen hat sich Zufällseinträge bei Wikipedia anzusehen und nun bei einem Eintrag über Mischerbeschickung festhängt.
Dabei handelt es sich übrigens die automatische Zulieferung von Grundstoffen für industrielle Misch-, Knet- und Rührprozesse.
Die nächste Maßnahme wäre dann, den Menschen aus dem Weg zu gehen die dich auf die akute Problemstellung ansprechen könnten. Das alles mit der Begründung Ruhe zu brauchen, damit man nachdenken oder arbeiten kann. Falls man dennoch jemanden trifft der bescheid weiß, verstrickt man sich in argumentativem Unsinn, um sich nicht sich selbst stellen zu müssen. So kann die Schuld für den Verzug oft im Wetter gefunden werden, oder in einer latenten neu entdeckten Soziophobie, oder schlicht in den Eltern, die nicht dazu in der Lage waren dir beizubringen, wie man mit Konfliktsituationen umzugehen hat. Natürlich kann sich diese Methode zu einer handfesten, immer weiter wachsenden Angst entwickeln und ich bin sicher, es gibt einige Menschen wo ein „reiß dich zusammen“ nur noch weiteren Druck ausübt und das Prokrastinieren verschlimmert.
Trotzdem, die meisten von uns sind einfach nur Angsthasen. Wir rennen monatelang mit Unklarheiten im Bauch herum, lassen uns von gelegentlichen Adrenalinschauern vom Schlafen abhalten, sortieren die Kronkorkensammlung unseres Mitbewohners und schreiben Blogeinträge um uns von dem abzulenken, was unser Problem darstellt.
Und so oft stellt das Wegschieben von Problemen dann das eigentliche Problem dar und wir verlieren aus den Augen, dass es gar nicht mehr darum geht dass wir nichts gebacken bekommen sondern dass es eine Ursache gibt. Meine Vorhaben zumindest, nun nicht mehr zu prokrastinieren und wegzurennen sobald es kompliziert wird, versuche ich aktiv umzusetzen und halte erfolgreich die Balance zwischen krankhafter Fairness, Klärungswahn, meiner Angst vor der Angst eh immer alles in den Sand zu setzen und deswegen lieber gar nichts zu tun. Und bei emotionalem gibt es dann ja noch den lustigen allseits bekannten Kampf zwischen „Mache ich zu viel? Oder doch zu wenig?“…Also doch lieber gar nichts?
Wo war ich?…
Ach ja: die Akazienratte, wissenschaftlicher Name: Thallomys paedulcus) ist übrigens eine vor allem im südöstlichen Afrika vorkommende Rattenart. Ihren Namen hat sie vom Akazienbaum, auf dem hauptsächlich sie lebt.
*klick*
The hourglass
Juni 29, 2007
Nun habe ich wieder einen funktionierenden Fernsehempfang, schalte frohgemut den Fernseher an und was läuft? Popstars. Der erste Gedanke der sich mir dazu bildete war: „lief das nicht eben erst?“ und der zweite „scheiße, das ist schon wieder ein Jahr her!“
Während ich dort also saß und mehr oder minder talentlosen hupfdohlen beim schwadronieren zusah und mich dabei zum wiederholten und nicht enden wollenden Male fragte, wer denn so was sehen will, fing ich an über mein Zeitempfinden nachzudenken.
Erinnert ihr euch noch an die Dauer der Sommerferien, als ihr klein wart? Meist war das ja so: Entweder man hatte Glück und verbrachte die meiste Zeit der sich ewig ziehenden Sommerferien mit seinen Eltern in einer Ferienanlage in einem Teilstück Europas, oder bei seinen Großeltern auf dem Land, oder man hatte Pech, die Eltern kein Geld und man hing zu Hause herum, und malte Strichmännchen auf seine Tapete. Letzteres traf auf mich zu, zum Abschluss der Grundschule zumindest hatte ich eine beachtliche Strichmännchen-Kollektion auf meiner Ewok-Tapete.
So nervtötend vibrierend-nervös auch die Zeit war in der man auf die Sommerferien wartete, so zähflüssig waren die Ferien dann, als sie endlich kamen. Als ob man um ein Zeitlupen-Stundenglas tanzte und den Körnern beim Fallen zugucken konnte. Meilensteine meiner Kindheitserlebnisse spielten sich in den wiederkehrenden 6 Wochen des Ausharrens ab. Heute allerdings frage ich mich, wie das denn alles in dieser kurzen Zeit passieren konnte. Stellt man sich die Zeit in der man sich bewegt als Tunnel vor, so scheint sich dieser Tunnel mit zunehmendem Alter zu verjüngen. Spätestens wenn man das fünfundzwanzigste Lebensjahr erreicht hat, ist der Rangierradius innerhalb des Tunnels so klein, dass man kaum noch alles erledigen kann, bevor man zum nächsten Checkpoint kommt. Ich werde also von Jahr zu Jahr und von Popstarsstaffel zu Popstarsstaffel immer überraschter sein wie kurz die Abstände dazwischen werden, weil ich immer noch von kindlichem Zeitempfinden geprägt bin.
Heute male ich also keine Strichmännchen, sondern Space-Invaders auf meine Tapete, brauche aber dafür gefühlte vier Jahre, bevor ich einen davon fertig gestellt habe.

Zu den Akten gelegte Berufswünsche und Langeweile
Juni 27, 2007
Dank undefinierbarer Bauchschmerzen und des dazugehörigen Untersuchungsmarathons, waren meine kreativen Ergüsse die letzten Tage eher eingeschränkt. Dafür habe ich jetzt selbst gemalte Space-Invaders an der Wand, weil ich immer anfange irgendwas zu bemalen wenn ich mich ablenken will. Die sehen zwar extrem undigital aus, weil ich schon als Kind immer eine schlechte Note in Malen hatte, wenn es darum ging innerhalb der Linien zu malen, aber dennoch hübsch bunt. Vielleicht male ich noch ein paar, dann ist die Invasion authentischer. Jetzt habe ich überdies schon wieder vergessen was ich eigentlich schreiben wollte, hoffe aber dass es mir im Laufe des Schreibens an sich, wieder einfällt.
Da ich die letzten Tage…(Wochen, Monate…) viel zu viel Zeit hatte und unter diesen Umständen an chronisch frustrierter Vereinsamungs-Kreativität leide, habe ich jeden einzelnen Gedankengang der mir je durch den Kopf ging ein weiteres Mal durchdacht und neu abgelegt. Unter anderem überlegte ich gestern was ich denn eigentlich mal werden wollte als ich Klein war und mir fielen mindestens 43.000 Berufswünsche ein, an denen ich nun nicht mal annähernd dran bin.
Mein absoluter Nummer 1 Traumberuf, der sich mit zirka 5 Jahren heraus kristallisierte, war Wissenschaftler. Natürlich völlig ohne konkrete Idee davon was denn das nun bedeutete, aber die Vorstellung mit wirren Haaren in einem Labor zu stehen und Phiolen mit bunten Flüssigkeiten zu schütteln und dabei schlau auszusehen und vielleicht noch ein paar Knöpfchen zu drücken, gefiel mir sehr gut.
Später dann, so ungefähr als ich 6 Jahre alt wurde, wollte ich Dinosaurier-Forscherin werden. Dabei war ich sehr von billigen Disney-Tv-Produktionen geprägt und dachte, in einem Labor zu stehen und an futuristischen Lasergeräten zu stehen und Dinosaurierknochen mit 3D-Technik zu rekonstruieren gehöre dazu, genau wie Zeitmaschinen und eben jene auch zu benutzen.
Als ich 8 Jahre alt war, ging ich davon aus, dass ich einmal eine berühmte Kinder-Lexikon-Autorin würde. Schließlich konnte ich ja schon schreiben, und die Lexika die ich immer geschenkt bekam, fand ich immer sehr doof.
Meine Profession als überragender Klugscheißer wusste ich auch nicht besser unterzubringen.
Dann irgendwann folgte die Vorstellung Malerin zu werden sei eine echte Alternative zu meinen bisherigen Berufswünschen. Meine vorhin erwähnte Unfähigkeit innerhalb vorgegebener Linien zu malen allerdings, machte dieser Planung allerdings ein jähes Ende.
Als ich 14 war, wollte ich dann Grafik-Design studieren, dieser Berufswunsch wechselte sich mit Atom-Physikerin und Neurologin ab. Die beiden letzten Berufsbilder habe ich den Büchern „eine kurze Geschichte der Zeit“ von Stephen Hawking und „Der Mann der seine Frau mit einem Hut verwechselte“ von Oliver Sacks zu verdanken.
Als sich das mit der Atomphysik dank spektakulär schlechter Noten in meinen Gehirnwindungen verlief, blieben nur noch Neurologie und Grafik-Design übrig.
Leider flog ich dann von der Schule, was bedeutete, dass ich mir etwas neues überlegen musste. Inzwischen war ich auch schon alt genug um zu wissen dass ich niemals Dinosaurier-Forscherin werden würde und machte eine Ausbildung, womit ich am Grafik-Design noch am Nächsten war.
Jetzt bin ich allerdings schon wieder so weit, dass ich die Idee Wissenschaftlerin zu werden total prima finde.
Ich werde eben nie erwachsen.
Und was wolltet ihr mal werden?
