I know where you sleep.
Juli 1, 2009
Während ich des Nachts Weihnachtsbäume umkreiste und Wanzen mit Kombucha fing, gesellten sich drei Testosterönchen mit Boombox zu meinen Träumen. Einmal pro Minute hörte man einen männlichen Nachbarn seiddochverdammtnochmalruhigjetzt-pfeile abschießen, war ja nun auch schon drei Uhr morgens.
Die jungen Menschen allerdings, hielt das nicht davon ab mit ihrem Kofferradio die Wertherstr. hoch und runter zu laufen. Vorzugsweise genau vor meinem Fenster. Oder Fenstern, denn wie jeder weiß, gehört die Wertherstraße mir. Abgesehen von dem Nachbarn, der wohnt im Bedienstetenhaus und ich kenn den gar nicht.
Während ich also mit meinem Hermelin im Südfenster saß und dem Pöbel zuwonk auf das er aufhöre zu spielen, fiel mir auf, dass das Gesamtbild dieser Situation durch die Art der Musik aus der mobilen 3Mann-Disko gestört wurde. Schließlich habe ich niemandem erlaubt vor meinem Anwesen Manowar zu spielen und dazu zu…singen. Musikalisch-männliche Hormone in Hochpotenz verträgt mein königliches Gemüt sehr schlecht ohne in hysterisches Lachen oder Betroffenheitsmimik zu verfallen, zumal ich ganz automatisch weichgezeichnete Bilder von lederbehosten Männern mit Schwertern und hilflosen Frauen im Arm produziere, die ich nicht sehen will.
Im Grunde ist Hairmetal doch das maskuline Äquivalent zu romantischen Schmierblättchen und das ist zu viel für mein Erbsengemüt.
Als ich also dort an meinem Fenster saß und mit meinem Mont Blanc Notizen in mein Studienheftchen machte und dabei sehr schlau aussah und immer nickte und blinzelte wenn mir eine neue Idee kam, verschwanden die drei jungen Männer in einem mysteriösen Nebel der von dem kaputten Auspuff eines verschrammelten Opel Corsa produziert wurde und das Gebrülle langhaariger Primaten verstummte langsam. Inzwischen war mir mein Krönchen ins Gesicht gerutscht und ich hatte Schwierigkeiten mich unter dem Gewicht von meiner Fensterbank aufzurichten.
Hairmetal kann nicht gesund sein.
Partyoffensive mit Erscheinungszwang.
März 14, 2008
Hallo liebe Bielefelder und auch die die nicht von da weg kommen.
Morgen Abend Party im Bunker Ulmenwall. Ich erbitte vielzähliges Erscheinen, ne?.

Alles neu macht der… März
Februar 29, 2008
So nun sitze ich hier in meiner nahezu blank geräumten alten Wohnung und schreibe auf meinem improvisierten Schreibtisch den letzten Blogeintrag in der Turnerstraße. Vermutlich ist es der Turnerstraße sogar ziemlich schnuppe was hier so abgeht, ich wollte sie dennoch in meinen Beschreibungen nicht außer acht lassen.
Dabei höre ich Musik die ich schon lange nicht mehr gehört habe und versuche mich an den Gedanken zu gewöhnen dass sich schon wieder alles verändert. Oder besser, dass sich seit dem letzten Jahren alles in Bewegung befindet und ich mich nicht mal um die eigene Achse drehen kann, ohne dass irgendetwas maßgebliches passiert.
Irgendwann bildete ich mir ein dass es Stabilität sei die ich anstrebe. Sicherheit, Geborgenheit, Stetigkeit. Aber dann wachte ich auf, nur um festzustellen, dass es all das gar nicht gibt. Zumindest noch nicht. Deswegen bin ich nun hier und versuche die Veränderung und den Wechsel zu umarmen, ihnen über den Kopf zu streichen und ihnen klar zu machen, dass sie ganz schön prima sind.
Wozu falsche Lebenskonzepte aufrecht erhalten, nur weil sie irgendwelchen Dogmen entsprechen, hm?
Langsam gewöhne ich mich daran eine Suchende zu sein und auch daran, dass ich eben nie finden werde wenn ich nicht aufstehe.
Und deswegen möchte ich hier feststellen, dass jeder Mist im Leben mich weiter gebracht hat. Immer wieder, mit Verlässlichkeit.
So viel Optimismus hätte ich mir am Tag vor meinem Umzug gar nicht zugetraut. Und auch wenn ich jetzt lieber jemandem beim Auflegen zugucken würde um mich im Rahmen dessen zu betrinken, stattdessen aber Geschirr aussortiere und mich ärgere dass mir alles weh tut, schicke ich ein paar positive Schwingungen in die Welt.
Prost! und Küsse.
Notiz an mich selbst
August 15, 2007

Überlasse keinem Freund die Gitarre des Mitbewohners, wenn dessen Repertoire aus „im Frühtau zu Berge“ und „hoch auf dem gelben Wagen“ besteht.
Ach ja, „house of new orleans“ war auch noch dabei.
Eigentlich find ichs ja nur doof, weil ich die Texte nicht konnte.
anarchoshnitzel schrieen sie
Juni 23, 2007
Nachdem man mich nunmehr wieder als Tageslichttauglich bezeichnen kann, und dies in diesem Falle keine verzweiflungsbeschreibung eines mittelmäßig aussehenden Singles in einer Kontaktanzeige ist, war ich gestern, trotz anderer Menschen, bei einer Lesung des Punkromans für die besseren Kreise.
Oliver Maria Schmitt und die Einmann-Punkband Sedlmeir, gaben ihr bestes dem leider nicht sehr zahlreich, aber dafür begeisterten Publikum „die Scheiße aus dem Rückgrat zu rocken“
Ich empfehle das Buch hiermit wärmstens. Denn ich war auch mal Punk. Oder sowas ähnliches, als ich 13 war. Und jeder dem es genau so geht, wird wehmütig Seite um Seite seiner lang vergangenen Attitüde hinterherlachen.
Kaufen!
Edit: Ich lag gerade schlafend im Bett und wachte schweißgebadet auf, weil mir plötzlich klar wurde dass ich tatsächlich „Rückrad“ geschrieben habe.
Rückgrat! ich meinte RÜCKGRAT!
Herrje.
65daysofstatic
Juni 1, 2007
Heute Abend im Forum, tolle Band, blöder Bandname.
Hat so einen „16jährige-emokinder-retorten-agressions“-Beigeschmack
Meine Musikreviews waren auch schon besser, aber ich kann ja morgen noch eines schreiben