Hätt ich ne Maus, eine zum Melken, dann würd ich das jetzt machen. Sogar auch mehrere.

Soeben lag ich geschlagene 3,5 Stunden in der Horiziontalen um des Morgens für Pflicht und Unrat gewappnet zu sein, und was passiert? Ich wälze nur Schleifspuren in meine Matratze.

Als gäbs wirklich so viel nachzudenken wie mein Kopf heute tut als ob.

Ich schiebs jetzt einfach auf den Mond, der sorgt ja in vollen Phasen meist dazu dass ich ziemlich viel Blödsinn erzähle und noch viel schwammigeres Gedankengut ableiste, als das ohnehin schon der Fall ist.

Und außerdem ist für alles immer einen Grund zu haben total super.

Moment mal…

August 18, 2008

Der erste Gedanke heute Morgen lautete Wortgetreu bei Weckerklingeln:
„häh?, moment mal, ich bin doch gerade erst ins Bett gegangen?!“

Nun ja, ich musste mir Nachts noch unbedingt Chickenwings braten und da ich immer meinen Wecker abdecke um bloß nicht zu wissen wie spät es schon ist, war es vielleicht schon 4 Uhr Morgens.

Ich befinde mich also immer noch in der verdauenden Tiefschlafphase.
Zwei Wochen noch, dann kann ich mit dem Student-Sein weiter machen. Yay! Chickenwings um 4Uhr Morgens und ausschlafen ohne Reue, so stelle ich mir das Leben vor.

Einen schönen Tag!

Gerade sortiere ich meine Mp3’s und höre dabei 31Knots, die gerade hervorragend in mein musikalisches Bedürfniskonzept passen. Die letzten drei Tage, wußte ich nämlich wieder mal so garnicht welche Musik mich denn glücklich machen würde. Und Menschen die mich kennen wissen, dass es mich zum Wahnsinn treiben kann wenn ich nicht weiß was ich hören soll. Oder besser ausgedrückt, wenn meine Stimmung so verwaschen ist, dass ich nicht mal in meinem ausreichend gefüllten Musik-Vorrat das passende Puzzelstück zu meiner Befindlichkeit finde.

„die hat ja Probleme“ denken nun sicher einige.
Aber!…sag ich da…Das ist nicht zu unterschätzen!

Musik vor allem nicht.

…Da ich gerade eine kleine Denkblokade habe, unterbreche ich diesen, eigentlich der Musik gewidmeten Beitrag für den Umstand, dass ich mir vor einigen Tagen Fimo gekauft habe und präsentiere hier nun mein erstes selbsgeknetetes „Schmuckstück“

Der Kapuzenpulli ist nicht aus Fimo.
Aber der stimmungsbeständige Apfel, der auf meiner Hühnerbrust thront. Es geht ihm sehr sehr gut. Er hat euch alle lieb.

Jetzt aber wieder zurück zum Thema.

Zwar bin ich, wie ich hoffe, aus dem musikalischen Nazitum herausgewachsen Menschen nach der Musik zu beurteilen die sie hören…muss mich aber immer noch mit willkürlichen Nervenzuckungen kämpfen, wenn jemand auf die Frage „Was für Musik hörst du denn so?“ mit „Ach eigentlich Alles!“ antwortet.
Denn leider spiegelt das nicht die Weltoffenheit und Toleranz gegenüber akustischen Künsten wieder, die es eigentlich ausdrücken soll…nein. Im Grunde heißt das nur

„Musik ist mir total egal“

Und das finde ich furchtbar schlimm.

Hmm. Jeder hat seine Prioritäten und das ist mit bewusst.  Aber wenn Musik deine Persönlichkeit und Stimmung widerspiegelt, weil du sie dir bewusst ausgesucht hast, was macht dann einen „Radiohörer“ aus?

Aber ich fasele und verstricke mich in selbstgehäkelten Fimo-Pollundern.

Meine Hände sind willig, aber mein Geist hält sich bereits seit heute Morgen in einem Hieronymus Bosch-Gemälde auf. Ist eigentlich ganz lustig hier in meinem Kopf, nur meine Kommunikationsfähigkeit leidet etwas.

Über Musik schreibe ich lieber ein anderes Mal.

Ach ja, sucht jemand noch eine Mitbewohnerin für November? In Bielefeld?
Ziemlich unkompliziert, teilzeit-gaga und sehr verlässlich?

Ich werde nämlich bitteren Herzens meine Spaceinvaders und ihren Einsatzbereich aufgeben (müssen) .  Da sie mir aber sicherlich hinterherfliegen werden, weil sie inzwischen stubenrein sind und ich sie an mich gewöhnt habe, wäre ich sehr fröhlich wenn sich interessierte Mitbielefelder bei mir melden würden um mir ein grandioses Zimmer für wenig Geld anzubieten.

Das wäre toll.

Verworren brezelartige Grüße von der surrealen Front des heutigen Tages,

Semi

p.s. Blaue Brezeln. Blaue.

Notiz an mich selbst

August 15, 2007

Überlasse keinem Freund die Gitarre des Mitbewohners, wenn dessen Repertoire aus „im Frühtau zu Berge“ und „hoch auf dem gelben Wagen“ besteht.

Ach ja, „house of new orleans“ war auch noch dabei.

Eigentlich find ichs ja nur doof, weil ich die Texte nicht konnte.

Glasgowbhoy: can you spek english?

Her: Did you take a look at my profile?

Glasgowbhoy: Yeah.

Her: So? In which language is it written?

Glasgowbhoy: English?

Her: (…) Right. So?

Glasgowbhoy: Aye jist want 2 chat.

Glasgowbhoy: Do you spek English, tho?

Her:

Her: Well, in fact I don’t, I took a few English-classes in school, which lead to nothing. My teacher probably never got a connection between us, so everything he was trying to tell me just went straight out of my head again. I nearly went mental when I finally realized that I will never learn English because I simply don’t have the tiniest bit of language-Talent. So I am always in bad, because everybody else speaks English, but me. That’s a pity.

Glasgowbhoy: :( O.K. then c.u.

Her: I’ll die for that.

*window closed*

solen skiner!

Juli 17, 2007

 

Tjena!

Weil ich mich gerade zwar so fühle als sei ich angefüllt mit überschüssiger kreativer Energie aber nix bei rum kommt, dachte ich mir so vor einer Woche ich müsse dringend noch eine Sprache lernen um mich beschäftigt zu halten. Aus bequemlichkeitsgründen sollte es allerdings eine sein, die eine der mir bereits bekannten Sprachen möglichst nahe kommt, damit ich nicht so viel nachdenken muss. Der erste Gedanke war also Holländisch, welches ich bereits vor einem Jahr mal versuchte zu lernen, bzw. ein Buch in der Hand hatte und mich einen Tag damit beschäftigte. Schließlich erinnerte ich mich aber daran, dass ich Holländisch eigentlich total doof finde, wonach sich diese Idee zum Suizid an den Säuresee der schlechten Ideen begab. Kaum hatte diese Idee sich erfolgreich umgebracht, dachte ich daran, dass ich bevor ich nach Bielefeld kam, mit dem Gedanken spielte nach Schweden zu ziehen und falls ich noch mal auf diesen Trichter kommen sollte, lerne ich doch einfach mal Schwedisch, zur Sicherheit. Ja, und das tue ich jetzt. Leider muss ich allen meinen Freunden immer ganz tolle Sachen auf schwedisch erzählen wenn ich sie sehe, habe aber zum Glück nur überaus interessierte Mitmenschen die sich das geduldig anhören wenn ich von bestimmten und unbestimmten Artikeln fasele und jeden auf schwedisch frage wie er heißt und das meine Mama und mein Papa in Göteborg wohnen und am liebsten im Wald spazieren gehen, auch wenn das gelogen ist.

Dafür wollte ich mich an dieser Stelle bei all meinen Freunden bedanken und mich schon mal im Voraus entschuldigen…denn das wird nicht aufhören ;)

Hejdå!

8 Überflüssigkeiten

Juni 20, 2007

Nach dem Nonsens von gestern, mal wieder was handfestes. Ich bin von Denis mit einem Stöckchen gepiekt worden und soll nun 8 Dinge über mich schreiben. Mache ich jetzt auch. Aber Nonsens werde ich trotzdem weiteschreiben, da gibt es kein Entkommen.

  1. Ich bin viel zu Rücksichtsvoll.
  2. Wenn Menschen zu langsam reden, verlieren meine Gedanken den Anschluss und sorgen dafür dass ich nicht mehr hinhöre. Außerdem fällt es mir selbst sehr schwer langsam zu sprechen, weil ich dann zwischendurch vergesse was ich sagen wollte. Ich durfte auch nie vorlesen in der Grundschule ;(
  3. Ich kann mit meinen Augen quietschen. Und mit beiden Augen getrennt sehr lustig schielen.
  4. Wenn ich sitze, muss ich immer mit den Händen, oder Füßen irgendwo drauf herumtrommeln. Und wenn nicht, dann mindestens zappeln.
  5. Ich kann in sämtlichen Gegenständen andere Dinge sehen und erkennen und habe insgesamt eine sehr ausgeprägte Fantasie.
  6. Manchmal muss ich Worte mehrmals wiederholen, weil sie mir absurd komisch vorkommen, und dabei lachen. Das hält manchmal Stunden an. Manchmal ist es auch die Melodie eines Satzes die mich zum lachen bringt.
  7. Ich mache in Gesprächen die Mimik meines Gesprächspartners nach ohne es zu merken.  Aber nur ein bißchen.
  8. Ich kann mir 7 Filme hintereinander angucken ohne die Lust daran zu verlieren.

Ein bisschen seltsam bin ich ja schon.

So, weil das Tradition ist gebe ich das Stöckchen weiter an: Luca und  Lars

für den Rest bin ich zu faul die Links einzufügen, und sicher habt ihr das Stöckchen ohnehin schon bekommen.

Grundgütiger! GRUNDGÜTIGER!

Immer lauter werdend brüllte sich die Frau, die Hände über den Kopf schlagend, ihren Weg zu mir frei. Als ich dort stand, hilflos in ihre Richtung blickend, meine Arme sinnlos neben dem Körper baumelnd, weil ich keine Zigarette zur Hand hatte, fiel mir auf dass ich heute Morgen vergaß die Teekanne von meinem Kopf zu entfernen, was möglicherweise ein Grund für das auffällige Verhalten der jungen Frau darstellte.

Also entfernte ich eben jene und stellte sie sachte neben mich, immer noch darauf bedacht, mögliche Auffälligkeiten zu vermeiden.

Himmel! HIMMEL! Rief sie mir entgegen. Ein weiterer christlicher Ausruf schnellte in meine Richtung und ich wurde langsam unruhig.

Sollte es vielleicht die Erdnussbutter sein, die ich heute als Sonnencremeersatz benutzte? Oder gar das rote Geschenkband um meine Brüste, zumal sich mein Büstenhalter noch in der Wäsche befand als ich das Haus verließ. Auch könnten es die Brötchentüten sein, die mir heute als Ersatz meiner Schuhe dienten. Wobei ich damit wirklich appetitlich roch.

Kruzidingensjesusirgendwas! Brüllte es.

Ich drehte mich, immer noch leicht baumelnd und verunsichert um meine eigene Achse und stellte mich zur Sicherheit auf ein Bein, um noch weniger aufzufallen. Die kreischende Frau in dem Lodenmantel mit dem Dackel an der Leine kam immer noch auf mich zugehechtet.

Nun wusste ich nicht mehr woran es liegen könnte ihre Aufmerksamkeit zu erlangt zu haben, hatte ich mir doch gestern extra die Haare Grün gefärbt und mir eine glänzendes Stück Frühstücksspeck auf den Bauch tätowieren lassen.

Als ich so unauffällig wie möglich auf einem Bein stand und mir einen Finger in mein Ohr steckte um die Balance zu halten, lief die Frau an mir vorbei, und ihr Gebrülle hinterher.

Beinahe hätte sie den Bus verpasst, und ich machte mir dabei die ganze Zeit unnötige Gedanken über mein Aussehen! Somit stand ich dort noch eine Weile, zwirbelte an meinem selbst gemachten Spaghetti-Rock und nahm mir vor, nicht mehr so viel über mich nachzudenken.