Moment mal…
August 18, 2008
Der erste Gedanke heute Morgen lautete Wortgetreu bei Weckerklingeln:
„häh?, moment mal, ich bin doch gerade erst ins Bett gegangen?!“
Nun ja, ich musste mir Nachts noch unbedingt Chickenwings braten und da ich immer meinen Wecker abdecke um bloß nicht zu wissen wie spät es schon ist, war es vielleicht schon 4 Uhr Morgens.
Ich befinde mich also immer noch in der verdauenden Tiefschlafphase.
Zwei Wochen noch, dann kann ich mit dem Student-Sein weiter machen. Yay! Chickenwings um 4Uhr Morgens und ausschlafen ohne Reue, so stelle ich mir das Leben vor.
Einen schönen Tag!
I am so f-ing different!
Juni 22, 2007

Sehr interessant ist es, bei McDonalds einen Big Mac zu bestellen und danach nach Besteck zu fragen.
Wenn man sich den Luxus erlauben kann, dann nehmt euch vorher auch noch die Schneidezähne heraus und wiederholt den Wunsch nach dem Besteck ungefähr 5. Mal, bis die nette Mitarbeiterin versteht was ihr wollt.
Den Rest des Aufenthaltes könnt ihr euch dann von Vorbeilaufenden beobachten lassen, wie ihr verzweifelt versucht, einen in fertige Häppchen zerlegten Burger direkt zu euren Backenzähnen zu transportieren.
Verwaltungsapparat
Juni 15, 2007
So, gerade mehr oder minder ausgeschlafen. Eher minder als mehr. Dennoch begebe ich mich nun in das Abenteuer des deutschen Verwaltungsapparates und lasse mir diverse Dokumente beglaubigen, renne dann zur Post um mir danach atemlos meine Zähne entfernen zu lassen. Interessante Tagesgestaltung zumindest. Mal sehen wie ich mich danach fühle, und ob meine Oberlippe morgen auf Fahrradschlauchgröße angewollen sein wird. Wenn nicht, will ich nämlich weg. Aber sowas weiß man ja nie vorher. Essen werde ich sowieso nie wieder etwas, weil ich gestern Unmengen von selbstgemachter Lasagne gegessen habe und danach zum horiziontalen Gesprächspartner wurde, weil mein Magen mit dem aufrecht sitzen definitiv überfordert war.
Außerdem finde ich das mit der evangelischen Religionslehre gar nicht mehr so albern. Weil das eben nett gemeint war und ich mich tatsächlich interessiert am Unterricht beteiligt habe. Gut, ich bin nicht getauft, aber die Evangelen sind da ja etwas entspannter. Und einen Bücherzuschuss habe ich jetzt auch und da freue ich mich drüber, denn Lesen kann ich ja.
So. Auf in das Abenteuer.
Und es wird keine Bilder von der zahnlosen Semi geben, so viel Mut zur Hässlichkeit muss ich mir erst antrainieren.
Erfüllte Wunschträume
Juni 11, 2007
Vor etwa einer Stunde gaben mir meine Eierstöcke den unmissverständlichen Befehl Erdbeerkuchen und Vanillepudding zu kaufen und zu essen. Nachdem ich mich erst hartnäckig gegen diese hormongesteuerte Fremdentstehung ungewöhnlicher Gelüste geweigert hatte, zog ich mir die Kapuze über die seltsame zu-Hause-Frisur und fuhr zum Real. Das allertollste an dieser sonst eher Pointen und Kurvenarmen Erzählung ist nämlich, dass ich vor der Backabteilung beinahe vor Glück anfing zu weinen, als ich einen Erdbeerkuchen MIT Vanillepudding darin entdeckte.
Also wenn das nicht Emo ist.
Schönheitsideale, Diät und Hühnchen.
Mai 31, 2007
Just in diesem Moment, befinden sich deliziöse Hähnchenschenkel in selbstkredenzter Marinade im Backofen. Was den Vegetariern unter euch selbst in gelesener Form übel aufstoßen mag, löst in mir einen HomerSimpsonesken Sabberreflex aus.
„Mmh, Donuts“
Ich koche ja viel, habe ich immer schon. Je nach monatlichem Einkommen mal pompöser, oder so wie im Moment, eher weniger Pompös. Leider hatte das auch zur Folge dass ich einst einmal sehr sehr viele Kilos auf die Waage brachte, denn ich kochte nicht nur viel, nein, ich aß auch viel. Ohneweiteres war es für mich möglich die Hälfte eines kompletten Auflaufs in mich hinein zu stopfen, während die andere Hälfte für drei weitere Personen reichte.
Aber kochen ist ja auch so meditativ! Und Essen erstrecht! Zumindest kenne ich keine Tätigkeit die dazu in der Lage ist sämtliche Alltagssorgen völlig zu verdrängen. Außer Sex natürlich. Wenn er gut ist. Manchmal.
Genau so groß finde ich, kann aber auch die Enttäuschung beim Essen sein. Sitze ich in einem Restaurant und bestelle was, und das Gebrachte entspricht nicht meinen Vorstellungen, fange ich an zu motzen. Nicht das ich sowieso bei ganz schön vielen Dingen anfange zu motzen, aber wenn es um Essen geht, bin ich nicht mehr zu halten. Ich fange übrigens auch an zu motzen wenn ich Hunger habe und nichts geeignetes zu Essen in der Nähe ist. Denn das muss dann auch GENAU das sein, worauf ich Lust habe. Meine Nahrungsmittelwünsche sind meist sehr detailliert. Alles andere esse ich dann nicht…bin aber zumindest aktiv schlecht gelaunt wenn ich es nicht bekomme. Was unterhaltsam sein kann.
Letztes Jahr im Januar wollte ich dann aber nicht mehr so viel essen, der Zeiger meiner Waage fing jeden Morgen an zu winseln und zu fiepen wenn ich mich dazu entschloss mich mal wieder zu wiegen. Irgendwann winselte ich auch, schließlich hatte ich in vier Jahren fast 30Kilo zugenommen. Schleichend jeden Monat ein paar Gramm. Aber es schmeckte doch auch so wunderbar! Und während man kocht, dann kann man sich auf etwas freuen.
Also habe ich Genussmensch, dem gutes Essen und fettiges Leckeres Essen so wichtig ist, fast eineinhalb Jahre lang Diät gemacht. Ich hätte die Belly off Runden locker gerockt, denn inzwischen wiege ich tatsächlich weniger als das vorher der Fall war.
Leider ist es nun auch so, dass ich eben nur noch einen Hähnchenschenkel essen werde, immer aufpasse dass ich nicht zu viel esse und sowieso täglich wiege, weil ich nie wieder so Dick sein möchte und mich an mein neues defintitiv attraktiveres Ich, gewöhnt habe. Und genau dann, fange ich wieder an zu überlegen, woher es denn eigentlich kommt, dass Menschen immer schlank zu sein haben. Was die äußeren Einflüsse angeht, ist mir das schon klar…aber wieso hat sich solch ein Schönheitsideal durchgesetzt und hält sich nun schon so lange? Sogar ich finde es schöner, und ich sollte als politisch und sozial korrekte Frau ja auch sagen müssen „ach, so ein Bauch ist doch auch was schönes“
Sag ich aber nicht, weil ich es nicht schön finde. Und ein bißchen schäme ich mich manchmal dafür, aber letztendlich bin ich doch so Oberflächlich und muss zugeben, dass ich nicht gerne einen Partner hätte der übergewichtig ist. Wobei mollige Frauen durchaus hübsch sein können, nur leider mag ich Männer lieber was meine Fortpflanzungsfunktionen und amouröse Tendenzen angeht. Wahrscheinlich aber sollte ich einfach die Klappe halten und darauf warten, dass ich wieder dick werde, das kommt sicher früher oder später wieder. Denn dann bin ich wahrscheinlich froh, wenn nicht alle so eine Oberflächlichkeit an den Tag legen und mich um meiner Person Willen lieben können.
Ich gehe jetzt Essen. Ganz was leckeres.