Hier, da Trallala.

Gerne würde ich nun ein verdammtnochmal großformatiges Bild malen. So eines auf dem man herumlaufen muss um in alle Ecken zu kommen. Allerdings habe ich hier nur allergieauslösenden Sesalteppich und keine Leinwand auf dem Boden.

Abgesehen von problematischer Kommunikation in Sachen Nahrungsmittelaufnahme mit meinem Mitbewohner, hatte ich keine Sozialkontakte. Könnte möglicherweise auch an meiner heutigen Neigung zu problematischer Kommunikation liegen. Es ist nämlich einer der Tage an denen ich mit gerunzelter Stirn vor anderen Menschen stehe und sie anstarre weil ich nicht verstehe was sie mir sagen wollen.

Oder ich schweige sehr nachdenklich, aber das hört man nicht am Telefon.

Es gibt Tage, da verstehe ich nur Musik.

Hätt ich ne Maus, eine zum Melken, dann würd ich das jetzt machen. Sogar auch mehrere.

Soeben lag ich geschlagene 3,5 Stunden in der Horiziontalen um des Morgens für Pflicht und Unrat gewappnet zu sein, und was passiert? Ich wälze nur Schleifspuren in meine Matratze.

Als gäbs wirklich so viel nachzudenken wie mein Kopf heute tut als ob.

Ich schiebs jetzt einfach auf den Mond, der sorgt ja in vollen Phasen meist dazu dass ich ziemlich viel Blödsinn erzähle und noch viel schwammigeres Gedankengut ableiste, als das ohnehin schon der Fall ist.

Und außerdem ist für alles immer einen Grund zu haben total super.

Everyday is like sunday

November 2, 2008


Huargh, der heutige Tag will und möchte einfach nicht vorbeigehen. Sämtliche Maßnahmen zur Existenzbekämpfung (des Tages) scheitern feierlich im Bett mit zwei Wärmflaschen und einer wagenladung Daseinsfrust. Und das in einer Geschwindigkeit, die nicht meine zu sein scheint. Die Uhren laufen förmlich rückwärts. Es ist ja nicht so, dass ich wohl wissend um meine Pflichten und meine zu erledigenden Taten irgendetwas machen würde das man produktiv nennen könnte außer essen. Nein. Ich liege lieber herum, leide um mich, den Tag, das Wetter, meine nicht funktionierende Heizung und nicht existente gut aussehende, nette, intelligente Männer die mir Tee ans Bett bringen. Wobei einer mir bei weitem reichen würde. Und manchmal, an Tagen wie diesem, da macht der Frust so wütend, dass er mich schon wieder zum lachen bringt.

Vielleicht verwechsele ich das aber auch mit dem Wahnsinn der proportional zu meinem Alter zu steigen scheint.

Dennoch muss ich meinem Mitbewohner nun für den Pflaumenkuchen dankbar sein den er mir gerade rein gebracht hat. Allerdings habe ich jetzt nicht einmal mehr einen Grund dazu weiter zu meckern und darüber zu schreiben wie furchtbar bemitleidenswert es mir geht.

*seufz*

Dieser Sonntag hat es aber auch faustdick hinter den Ohren.

Notiz an mich selbst

August 15, 2007

Überlasse keinem Freund die Gitarre des Mitbewohners, wenn dessen Repertoire aus „im Frühtau zu Berge“ und „hoch auf dem gelben Wagen“ besteht.

Ach ja, „house of new orleans“ war auch noch dabei.

Eigentlich find ichs ja nur doof, weil ich die Texte nicht konnte.

Glasgowbhoy: can you spek english?

Her: Did you take a look at my profile?

Glasgowbhoy: Yeah.

Her: So? In which language is it written?

Glasgowbhoy: English?

Her: (…) Right. So?

Glasgowbhoy: Aye jist want 2 chat.

Glasgowbhoy: Do you spek English, tho?

Her:

Her: Well, in fact I don’t, I took a few English-classes in school, which lead to nothing. My teacher probably never got a connection between us, so everything he was trying to tell me just went straight out of my head again. I nearly went mental when I finally realized that I will never learn English because I simply don’t have the tiniest bit of language-Talent. So I am always in bad, because everybody else speaks English, but me. That’s a pity.

Glasgowbhoy: :( O.K. then c.u.

Her: I’ll die for that.

*window closed*

Eine Wettermaschine bittesehr!

Dankeschön.

Dank undefinierbarer Bauchschmerzen und des dazugehörigen Untersuchungsmarathons, waren meine kreativen Ergüsse die letzten Tage eher eingeschränkt. Dafür habe ich jetzt selbst gemalte Space-Invaders an der Wand, weil ich immer anfange irgendwas zu bemalen wenn ich mich ablenken will. Die sehen zwar extrem undigital aus, weil ich schon als Kind immer eine schlechte Note in Malen hatte, wenn es darum ging innerhalb der Linien zu malen, aber dennoch hübsch bunt. Vielleicht male ich noch ein paar, dann ist die Invasion authentischer. Jetzt habe ich überdies schon wieder vergessen was ich eigentlich schreiben wollte, hoffe aber dass es mir im Laufe des Schreibens an sich, wieder einfällt.

 

Da ich die letzten Tage…(Wochen, Monate…) viel zu viel Zeit hatte und unter diesen Umständen an chronisch frustrierter Vereinsamungs-Kreativität leide,  habe ich jeden einzelnen Gedankengang der mir je durch den Kopf ging ein weiteres Mal durchdacht und neu abgelegt. Unter anderem überlegte ich gestern was ich denn eigentlich mal werden wollte als ich Klein war und mir fielen mindestens 43.000 Berufswünsche ein, an denen ich nun nicht mal annähernd dran bin.

Mein absoluter Nummer 1 Traumberuf, der sich mit zirka 5 Jahren heraus kristallisierte, war Wissenschaftler. Natürlich völlig ohne konkrete Idee davon was denn das nun bedeutete, aber die Vorstellung mit wirren Haaren in einem Labor zu stehen und Phiolen mit bunten Flüssigkeiten zu schütteln und dabei schlau auszusehen und vielleicht noch ein paar Knöpfchen zu drücken, gefiel mir sehr gut. 

Später dann, so ungefähr als ich 6 Jahre alt wurde, wollte ich Dinosaurier-Forscherin werden. Dabei war ich sehr von billigen Disney-Tv-Produktionen geprägt und dachte, in einem Labor zu stehen und an futuristischen Lasergeräten zu stehen und Dinosaurierknochen mit 3D-Technik zu rekonstruieren gehöre dazu, genau wie Zeitmaschinen und eben jene auch zu benutzen.

Als ich 8 Jahre alt war, ging ich davon aus, dass ich einmal eine berühmte Kinder-Lexikon-Autorin würde. Schließlich konnte ich ja schon schreiben, und die Lexika die ich immer geschenkt bekam, fand ich immer sehr doof.

Meine Profession als überragender Klugscheißer wusste ich auch nicht besser unterzubringen.

Dann irgendwann folgte die Vorstellung Malerin zu werden sei eine echte Alternative zu meinen bisherigen Berufswünschen. Meine vorhin erwähnte Unfähigkeit innerhalb vorgegebener Linien zu malen allerdings, machte dieser Planung allerdings ein jähes Ende.

Als ich 14 war, wollte ich dann Grafik-Design studieren, dieser Berufswunsch wechselte sich mit Atom-Physikerin und Neurologin ab. Die beiden letzten Berufsbilder habe ich den Büchern „eine kurze Geschichte der Zeit“ von Stephen Hawking und „Der Mann der seine Frau mit einem Hut verwechselte“ von Oliver Sacks zu verdanken.

Als sich das mit der Atomphysik dank spektakulär schlechter Noten in meinen Gehirnwindungen verlief, blieben nur noch Neurologie und Grafik-Design übrig.

Leider flog ich dann von der Schule, was bedeutete, dass ich mir etwas neues überlegen musste. Inzwischen war ich auch schon alt genug um zu wissen dass ich niemals Dinosaurier-Forscherin werden würde und machte eine Ausbildung, womit ich am Grafik-Design noch am Nächsten war.

Jetzt bin ich allerdings schon wieder so weit, dass ich die Idee Wissenschaftlerin zu werden total prima finde.
Ich werde eben nie erwachsen.

Und was wolltet ihr mal werden?

Sehr interessant ist es, bei McDonalds einen Big Mac zu bestellen und danach nach Besteck zu fragen.

Wenn man sich den Luxus erlauben kann, dann nehmt euch vorher auch noch die Schneidezähne heraus und wiederholt den Wunsch nach dem Besteck ungefähr 5. Mal, bis die nette Mitarbeiterin versteht was ihr wollt.

Den Rest des Aufenthaltes könnt ihr euch dann von Vorbeilaufenden beobachten lassen, wie ihr verzweifelt versucht, einen in fertige Häppchen zerlegten Burger direkt zu euren Backenzähnen zu transportieren.

Grundgütiger! GRUNDGÜTIGER!

Immer lauter werdend brüllte sich die Frau, die Hände über den Kopf schlagend, ihren Weg zu mir frei. Als ich dort stand, hilflos in ihre Richtung blickend, meine Arme sinnlos neben dem Körper baumelnd, weil ich keine Zigarette zur Hand hatte, fiel mir auf dass ich heute Morgen vergaß die Teekanne von meinem Kopf zu entfernen, was möglicherweise ein Grund für das auffällige Verhalten der jungen Frau darstellte.

Also entfernte ich eben jene und stellte sie sachte neben mich, immer noch darauf bedacht, mögliche Auffälligkeiten zu vermeiden.

Himmel! HIMMEL! Rief sie mir entgegen. Ein weiterer christlicher Ausruf schnellte in meine Richtung und ich wurde langsam unruhig.

Sollte es vielleicht die Erdnussbutter sein, die ich heute als Sonnencremeersatz benutzte? Oder gar das rote Geschenkband um meine Brüste, zumal sich mein Büstenhalter noch in der Wäsche befand als ich das Haus verließ. Auch könnten es die Brötchentüten sein, die mir heute als Ersatz meiner Schuhe dienten. Wobei ich damit wirklich appetitlich roch.

Kruzidingensjesusirgendwas! Brüllte es.

Ich drehte mich, immer noch leicht baumelnd und verunsichert um meine eigene Achse und stellte mich zur Sicherheit auf ein Bein, um noch weniger aufzufallen. Die kreischende Frau in dem Lodenmantel mit dem Dackel an der Leine kam immer noch auf mich zugehechtet.

Nun wusste ich nicht mehr woran es liegen könnte ihre Aufmerksamkeit zu erlangt zu haben, hatte ich mir doch gestern extra die Haare Grün gefärbt und mir eine glänzendes Stück Frühstücksspeck auf den Bauch tätowieren lassen.

Als ich so unauffällig wie möglich auf einem Bein stand und mir einen Finger in mein Ohr steckte um die Balance zu halten, lief die Frau an mir vorbei, und ihr Gebrülle hinterher.

Beinahe hätte sie den Bus verpasst, und ich machte mir dabei die ganze Zeit unnötige Gedanken über mein Aussehen! Somit stand ich dort noch eine Weile, zwirbelte an meinem selbst gemachten Spaghetti-Rock und nahm mir vor, nicht mehr so viel über mich nachzudenken.

Homo Implantatis

Juni 16, 2007

Um meinen optischen Zustand ein wenig besser zu illustrieren, folgt nun eine nachempfundende Fotomontage.

Ähnlichkeiten mit lebenden Personen außer mir ergeben sich rein zufällig, desweiteren möchte ich mich bei allen noch lebenden Neandertalern entschuldigen.