Unangemessen ausschweifende Satzkonstruktionen.
Dezember 15, 2008
Hätt ich ne Maus, eine zum Melken, dann würd ich das jetzt machen. Sogar auch mehrere.
Soeben lag ich geschlagene 3,5 Stunden in der Horiziontalen um des Morgens für Pflicht und Unrat gewappnet zu sein, und was passiert? Ich wälze nur Schleifspuren in meine Matratze.
Als gäbs wirklich so viel nachzudenken wie mein Kopf heute tut als ob.
Ich schiebs jetzt einfach auf den Mond, der sorgt ja in vollen Phasen meist dazu dass ich ziemlich viel Blödsinn erzähle und noch viel schwammigeres Gedankengut ableiste, als das ohnehin schon der Fall ist.
Und außerdem ist für alles immer einen Grund zu haben total super.
Everyday is like sunday
November 2, 2008
Huargh, der heutige Tag will und möchte einfach nicht vorbeigehen. Sämtliche Maßnahmen zur Existenzbekämpfung (des Tages) scheitern feierlich im Bett mit zwei Wärmflaschen und einer wagenladung Daseinsfrust. Und das in einer Geschwindigkeit, die nicht meine zu sein scheint. Die Uhren laufen förmlich rückwärts. Es ist ja nicht so, dass ich wohl wissend um meine Pflichten und meine zu erledigenden Taten irgendetwas machen würde das man produktiv nennen könnte außer essen. Nein. Ich liege lieber herum, leide um mich, den Tag, das Wetter, meine nicht funktionierende Heizung und nicht existente gut aussehende, nette, intelligente Männer die mir Tee ans Bett bringen. Wobei einer mir bei weitem reichen würde. Und manchmal, an Tagen wie diesem, da macht der Frust so wütend, dass er mich schon wieder zum lachen bringt.
Vielleicht verwechsele ich das aber auch mit dem Wahnsinn der proportional zu meinem Alter zu steigen scheint.
Dennoch muss ich meinem Mitbewohner nun für den Pflaumenkuchen dankbar sein den er mir gerade rein gebracht hat. Allerdings habe ich jetzt nicht einmal mehr einen Grund dazu weiter zu meckern und darüber zu schreiben wie furchtbar bemitleidenswert es mir geht.
*seufz*
Dieser Sonntag hat es aber auch faustdick hinter den Ohren.
Boah
August 17, 2008
Das war ja mal eine erfolgreiche Abendplanung. Nächstes Wochenende dürstet es mir nach externer Unterhaltung, wenn ich noch mehr Samstage alleine zu Hause sitze, renne ich bald nicht nur vor fremden Leuten an Plus-Kassen weg sondern auch vor allen anderen.
In meinem Job beginnt man ja nach einigen Wochen laut mit sich selbst zu reden, zumindest war das bei mir der Fall. Wenn man das nicht tut ist es abgesehen von artikulierten Lauten und Lärm, ziemlich still im Kopf.
Deswegen rede ich in letzter Zeit auch so viel wenn ich jemanden treffe. Und furchtbar schnell, wie mir aufgefallen ist. Daher auch mein Bedürfnis gestern Abend etwas zu erleben, das nicht aus meinem eigenen Kopf kommt.
Nächstes Wochenende soll das mal gefälligst klappen. Ich mache die Woche auch noch ein paar Drohgebärden, mal sehen ob das hilft.
Erstmal gucke ich aber noch etwas Hohl.
Die ersten Gedanken des Morgens
Juli 31, 2008
Gestern fragte mich eine der Personen in der Werkstatt in der ich im Augenblick arbeite, was denn gerade für ein Lied im Radio laufe. Zu meiner eigenen Überraschung antwortete ich wortgetreu:
„Keine Ahnung, ich kenn’ mich nicht so aus mit dieser neumodischen Musik“
Ich kann immer noch nicht fassen, dass ich sowas gesagt habe.
Gehirnschwüle
Mai 29, 2008
Geweckt wurde ich heute morgen von meinem Mitbewohner, der wohl seit 10 Minuten in meinem Zimmer stand, mich aus vier Meter entfernung anschrie und mit Dingen bewarf die er zufällig auf meinem Boden fand.
Während ich also freigelegt in Unterwäsche im Bett lag, vermutlich schnarchend meinen Hintern gen Tür gestreckt, versuchte er meine Privatsphäre zu achten, in dem er einen Sicherheitsabstand von 4 Metern einhielt. Und von einem Feuerzeug geweckt zu werden das aus dieser Entfernung gegen deinen Kopf geschmissen wird, ist nicht gerade ein guter Start in den Tag.
Somit saß ich aufrecht im Bett, starrte ihn Traumtrunken an und fragte mich warum er wohl den Mund auf und zu machte ohne das Geräusche herauskommen.
Sicher, ich schlafe mit Oropax, aber das fällt einem erstmal nicht ein wenn man vor drei Sekunden noch geschlafen hat.
Warum müssen Schorsteinfeger auch immer zu solch unmenschlichen Zeiten erscheinen?
Verdammte Hacke
Oktober 8, 2007
Hrrmpf. Lassen wir es mal eineinhalb Stunden Schlaf gewesen sein, die ich diese Nacht anrechnen kann. Vom früh ins Bett gehen und anschließendem sechsstündigen Hin-und Herwälzen wird man leider auch nicht ausgeschlafener. Ich will gefälligst auch so lange schlafen wie andere Studenten und nicht jeden Morgen um 8:00 schon Pädagogik-Vorlesungen haben… Ich fange eh erst ab 11:00 an zu denken…und das unter der Voraussetzung mal mindestens fünf Stunden geschlafen zu haben. Wozu gibt es denn Chronobiologen, wenn keiner auf sie hört?
Wo war ich?
Genau, ich freu mich auf den Nachmittagsschlaf. Und ich will nie wieder irgendwas von „faulen Studenten“ hören.
So.
Grrr
Oktober 7, 2007

Wenn ich so etwas wie Zufriedenheit oder Glückempfinden erklären soll, scheitere ich kläglich. Schließlich kann ich mich stundenlang mit Begeisterung darüber aufregen, dass der Kaffee schon wieder alle ist und der Mitbewohner keinen neuen gekauft hat oder, dass dieser 14jährige Typ in der Bahn schon um halb acht morgens jedem beweisen muss, dass er dicke Eier hat, indem er sämtliche Fahrgäste mit miesestem Hip Hop aus seiner mobilen Einmanndiscotelefoneinheit zu einem Brei aus Resignation mutieren lässt.
Allerdings gibt es dann dazwischen Tage, an denen auch ich dicke Eier habe und sowieso am liebsten jeden wegen des kleinsten Verstoßes an den ungeschriebenen Gesetzen meines persönlichen Universums über den Haufen brüllen möchte. So wie heute. Tage an denen man sich gerne „Alles Doof“ auf den Oberarm tätowieren möchte. Mit kleinen Galgenmännchen daneben die genervt gucken, „harr harr“ sagen und Augenklappen tragen.
Manchmal von allem genervt zu sein, ist furchtbar. Wenn man dabei auch noch reflektiert genug ist um zu erkennen, dass es gar keinen Grund gibt sich zu terrorisieren, ist es noch viel furchtbarer. Denn es ist ja nicht so dass ich etwas dagegen tue…ich harre aus bis ich mal wieder einen „Dicke-Eier-Tag“ habe um mal allen zu zeigen wo der Hammer hängt. Das sieht bei mir so aus, dass ich noch viel genervter gucke und nur in Brummlauten antworte, wenn mir etwas nicht passt. Allerdings ist das schon das höchste aller Gefühle in Punkto Wehrhaftigkeit.
Das Interessante dabei ist, dass man sich über Dinge aufregt die sehr weit weg zu sein scheinen, der Typ in der Bahn, der Kaffee, die blöde Arbeitszeit…alles generierte Probleme die einem die Möglichkeit geben etwas Unzufriedenheit raus zu lassen, aber natürlich die Grundstimmung nicht beseitigen. Wenn man „wirkliche“ Probleme hat, bringt aufregen auch nichts mehr.
Also hat man eine leise rufende Ahnung warum man unzufrieden ist, will sich nicht damit auseinandersetzen und sucht sich eben andere Dinge über die es sich lohnt oder nicht lohnt aufzuregen.
Schließlich ist es unglaublich einfach, sich an Situationen zurück zu erinnern die so richtig blöd gelaufen sind, und Leuten wild fuchtelnd davon zu berichten. Wie schwer wiederum, sich an richtig gute Momente zu erinnern und diese abzurufen.
An Glück kann man sich doch kaum erinnern, außer man ertrinkt darin.
Aber ist das eine Typenfrage? Oder ist das eben Mensch-Sein?
Wie man sieht ist es schon so weit gekommen, dass ich mich darüber aufrege dass mich immer alles aufregt. Wenn das kein sinnloses Unterfangen ist, dann weiß ich es auch nicht.
Einen Vorteil hat es allerdings, es macht kreativ. Denn wenn alles total toll oder egal ist, dann braucht man sich mit nichts zu beschäftigen.
Das als ungenervtes, positives Schlusswort. (Ich kann es Baby, Yeah!)
„ich bin voll Hardcore, Alter“ und Fuck Off, 2007.
August 7, 2007

„Ich bin voll Hardcore, Alter“
Irgendwer im Haus muss sich das vor zwei Stunden gedacht haben, als irgendeine generierte Hardcore/Emo Band irgendwas von zerstörten Beziehungen heulte. Allerdings in derart unsozialer Lautstärke, dass ich Kerzengrade im Bett stand. Und was mach ich? Ich setz mich an den Rechner und suche Coheed and Cambria, dreh voll auf, damit ich das nicht mehr hören muss und mich hier als die mit den dicksten Eiern im Haus abgrenzen kann.
Wenn hier einer Emo in unangebrachter Lautstärke hört, dann bin ich das.
Apropos Emo:
Semi, Semi, du schreibst ja garnichts mehr.
Ja, das liegt daran, dass zum Einen vieles gut, und zum Anderen vieles seltsam und Gutes überschattend ist. Bei meinem Versuch einen Blogeintrag zu schreiben, kam eben nur rührselig-selbstmitleidiger Schwulst heraus und da ich versuche meinen emotionalen Exbitionismus etwas in Grenzen zu halten…kommt dann so ein Beitrag heraus.
P.s.
Fuck off, 2007!
Und damit spreche ich nun auch für meine liebsten Freunde.
Dieses Jahr hat’s faustdick hinter den Ohren.
Naja, nicht ganz, die tollen Sachen die dieses Jahr passiert sind, dürfen bleiben.
…und überhaupt
Juli 17, 2007
Kann mal irgendwer irgendwas machen damit mir nicht so unfassbar Langweilig ist?
You will be assimilated, resistance is futile
Juni 18, 2007
Gerade eben entdeckte ich bei Paul einen Hinweis auf „das Model und der Freak“ welches bei Pro7 ausgestrahlt wird. Das Konzept ist einfach wie simpel: Zwei Models, bzw. relativ attraktive Frauen, modifizieren zwei „Freaks“, kleiden sie neu ein, gehen zum Friseur und geben ihnen Nachhilfe in korrektem Balzverhalten. Die vermeintlichen Freaks sind zumeist irgendwelche Männer die sich am ehesten durch Andersartigkeit und der damit verbundenen Einsamkeit auszeichnen. Dass sie sich dabei der völligen Lächerlichkeit preisgeben, muss vermutlich nicht erwähnt werden.
Natürlich geht es dabei nicht darum „das beste aus dem Typ“ herauszuholen, nein. Es geht darum in 20Minuten einen massenkompatibel konformen Typen zu generieren, der seine Persönlichkeit auf der Strecke lassen muss, um Erfolg bei den Ladies zu haben. Nun scheint es überhaupt so zu sein, dass die möglichst einfache Einordnung in diese bestimmte Schublade ein Garant für ein erfolgreiches Liebesleben ist. Stellt sich mir doch die Frage, welchen positiven Effekt das auf die Probanden hat.
Sicherlich profitiert jemand, der sich vor allem durch modische Fehlleistungen auszeichnet, davon eine Beratung zu bekommen, die ihm hilft sich besser darzustellen, aber hierbei handelt es sich nicht um eine Typenberatung, sondern um einen Anpassungskatalog. Übrigens bin ich die Letzte die sagt das Aussehen spiele keine Rolle, im Gegenteil. Aber genau das ist es doch, wenn ich vor einem Typen stehe dessen Bild nach Außen nicht von ihm selbst, sondern fremdbestimmt ist, wie soll ich dann noch wissen mit wem ich es zu tun habe? Attraktivität mag ja laut verschiedener Studien ein auf Alle anwendbares System sein, aber was man wirklich als „das besondere Etwas“ empfindet, sind doch gerade die Dinge die eben nicht im Attraktivitätskatalog stehen.
Das Aussehen eines Menschen ist ein Spiegel der Vorstellung von Anderen. Seit einiger Zeit laufen mir Massenweise Menschen über den Weg die aussehen als haben sie sich im „Indie-Emo-Rockabilly 24Stunden-shop“ eingekleidet. Sterne, Totenköpfe und Kirschen mögen vielleicht einmal Ausdruck einer bestimmten Szene gewesen sein, sind jetzt aber nur noch ein Teil des pseudoindividualistischen Einheitsbreis der Modeindustrie. Was aber drücke ich denn bitte damit aus, wenn ich beim tanzen in einem Club vier andere Mädchen sehe die den gleichen Sternchenkapuzenpulli anhaben wie ich?
Genau, Nix.
Man versucht ein Bild zu formen, man möchte akzeptiert werden von Menschen die man vielleicht Cool findet, also passt man sich an. Die Anpassung geht nur inzwischen so weit, dass man nicht mehr am Aussehen erkennen kann mit wem man es nun zu tun hat. In Zeiten in denen es Rock-Gitarren-Anhänger in der Bravo als Gimmick gibt, die Menschen vorm Café Europa die gleichen Klamotten anhaben wie die im AJZ und Indie einen Großteil der Charts ausmacht, wären die Maßnahmen zur Andersartigkeit vermutlich auch ziemlich radikal.
Klar schadet es nicht, jemandem der sich überhaupt keine Sorgen um sein Aussehen macht, zu sagen, dass er sich in regelmäßigen Abständen die Haare waschen sollte, um andere Menschen nicht zu verschrecken. Aber Menschen brauchen doch diese oberflächlichen Offensichtlichkeiten um zu wissen ob man mit dem Gegenüber etwas anfangen kann. Und wenn ich eben ein Tontechniker bin, der Kompositionen aus seinen Rülpsern herstellt und Mickymauspullis trägt, finde ich vielleicht, wenn ich dazu stehe, auch irgendwann eine Frau die das total super findet.
Passe ich mich also an und bestelle mir ein „normiertes Idealbild-Kit“, stelle ich vielleicht am Ende fest, dass ich damit die falschen Leute anziehe.
Dann aber, ist vielleicht auch der richtige Moment gekommen, an dem ich meinen Micky-Maus-Pulli wieder aus dem Schrank hole.
