Es ist mal wieder so weit
November 21, 2008
Partyoffensive mit Erscheinungszwang.
März 14, 2008
Hallo liebe Bielefelder und auch die die nicht von da weg kommen.
Morgen Abend Party im Bunker Ulmenwall. Ich erbitte vielzähliges Erscheinen, ne?.

Abenteuer Zahnimplantate Day 4.
Juni 19, 2007
So ein medizinischer Lagebericht folgt.
Meine Schwellung ist sehr weit zurück gegangen, habe zwar immer noch etwas hamsterige Backen und einen Mund wie Chiara Ohoven, tröste mich aber damit dass andere Menschen Geld bezahlen um so auszusehen. Meine Augen gucken wieder normal und unverschwollen aus meinem Gesicht und die blaue Verfärbung darunter ist auch fast weg. Mein Zahnarzt begrüßte mich etwas erstaunt mit der Frage, wann denn die Implantation gemacht worden sei, denn das Abschwellen ginge nun doch enorm schnell und starke Blutergüsse und geschwollene Gesichter seien nicht allzu selten. Hab ich aber beides nicht so sehr, haha! Ich gebe mir noch zwei Tage, dann sieht man sicher nichts mehr. Die künstlichen Zähne allerdings, werde ich erst ab nächste Woche tragen dürfen, das heißt, dann kann ich auch endlich wieder unter Menschen. Hier wird es auf Dauer doch ein wenig langweilig.
Ich bedanke mich hiermit bei mir selbst, weil ich immer so prima heile.
Wenn die Fäden draußen sind werde ich wohl ein paar Monate ausharren bis die eigentlichen Zähne drauf kommen, aber das werde ich auch noch aushalten. Schmerzen habe ich keine. Abgesehen davon dass ich es spüre wenn ich atme, an der Stelle an der mir Knochen entnommen wurde, aber das wird auch heute noch bei meinem Chirurgen geklärt. Vermutlich nicht ganz verschlossen, wohoo!
Over and out.
Verwaltungsapparat
Juni 15, 2007
So, gerade mehr oder minder ausgeschlafen. Eher minder als mehr. Dennoch begebe ich mich nun in das Abenteuer des deutschen Verwaltungsapparates und lasse mir diverse Dokumente beglaubigen, renne dann zur Post um mir danach atemlos meine Zähne entfernen zu lassen. Interessante Tagesgestaltung zumindest. Mal sehen wie ich mich danach fühle, und ob meine Oberlippe morgen auf Fahrradschlauchgröße angewollen sein wird. Wenn nicht, will ich nämlich weg. Aber sowas weiß man ja nie vorher. Essen werde ich sowieso nie wieder etwas, weil ich gestern Unmengen von selbstgemachter Lasagne gegessen habe und danach zum horiziontalen Gesprächspartner wurde, weil mein Magen mit dem aufrecht sitzen definitiv überfordert war.
Außerdem finde ich das mit der evangelischen Religionslehre gar nicht mehr so albern. Weil das eben nett gemeint war und ich mich tatsächlich interessiert am Unterricht beteiligt habe. Gut, ich bin nicht getauft, aber die Evangelen sind da ja etwas entspannter. Und einen Bücherzuschuss habe ich jetzt auch und da freue ich mich drüber, denn Lesen kann ich ja.
So. Auf in das Abenteuer.
Und es wird keine Bilder von der zahnlosen Semi geben, so viel Mut zur Hässlichkeit muss ich mir erst antrainieren.
Dance for me, dance!
Juni 6, 2007

Bumm Bumm, Katschank, Schepper, Klonk!!!
Als ich heute Morgen das erste Mal zu Bewusstsein kam, wurde ich aus einem beunruhigend realen Traum gerissen, in dem eine russische Tanzgruppe und der dritte Weltkrieg die Hauptrolle spielten. Zum einen versuchte ich wie besessen mit eher peinlichen Moves in diese Tanzgruppe aufgenommen zu werden und machte mich während des Traumes ständig mit improvisierter „Ein-Frau-Polka“ zum Vollpfosten, wobei mich alle anderen auslachten, und dann war auch noch mein Rock zu kurz weil ich der c.a. 6-jährigen Tochter des Tanzgruppenleiters die Klamotten geklaut hatte.
Während ich also verbissen versuchte mich auf meine Tanzschritte zu konzentrieren ohne das man meine Unterwäsche sieht, weil ich die Tanzgruppe beeindrucken wollte die zu gut 50% aus alten Mitschülern bestand, flogen die ganze Zeit futuristisch aussehende Fluggeräte über die Werkzeughalle in der meine lächerlichen Tanzversuche stattfanden und schmissen Bomben.
Irgendwann kam mir auch der Gedanke, dass ich vielleicht genau aus diesem Grund nicht weiter beachtet werde und legte noch ein wenig mehr Inbrunst in meinen Ausdruckstanz.
Als die komplette Tanzgruppe kreischend auseinanderlief, sich über den Haufen rannte und in den Bombenkeller verschwand der sich plötzlich aufgetan hatte, tanzte ich immer noch in der Mitte, sprang auf und ab, klatschte in die Hände und rief in völlig willkürlichen Momenten „HEY!“
Zum Glück wachte ich dann auf. Einen kurzen Moment sah ich an die Decke, krüllte die Stirn und drehte mich um, um auf die Uhr sehen zu können. Es gibt Uhrzeiten die mag ich nicht, und dazu gehört auch die 7:12, vor allem dann, wenn ich ausschlafen KÖNNTE.
Als ich in etwa 80% der Funktionsfähigkeit meiner Sinne wieder erlangt hatte, wurde mir einiges klar. Genau vor meinem Fenster auf dem Dach, befanden sich Unmengen von Dachdeckern, bewaffnet mit Bohrmaschinen, Hämmern, undefinierbaren Krachgegenständen UND einem Radio.
Und genau das spielte gerade die letzten Takte von „Moskau Moskau“ von Dschinghis Khan.
Erleuchtung
Juni 2, 2007
Auch heute wieder hatte ich eine 0,05 Sekunden lang andauernde allwissende Erleuchtung. Denn für einen kaum greifbaren Moment, hatte ich all die Erklärungen für sämtliche Fragen auf die es bisher keine Antworten gab.
Die Erleuchtung fand allerdings ein jähes Ende, als der Gedanke „ich habe Hunger“ ihren Platz einnahm.
Und ja, ich hasse meinen Magen.
Ich rauche nun mein halbes Leben
Mai 30, 2007

Ugh. Ich versuche heute mit dem Rauchen aufzuhören. Gerade ist es noch ganz schlimm und ich kann noch nicht mal richtig tippen, vor lauter Nebelschwaden im Kopf und hinter den Augen. Dabei bin ich erst seit drei Stunden wach. 14 Jahre lang, jeden Tag geraucht habe ich. Zuletzt in Mengen statt Maßen. Außerdem qualmt mein Mitbewohner mir gerade die Bude voll, soll heißen er raucht in seinem Zimmer, aber meine Nase riecht gerade alles. Traumhafter Zustand, mal sehen wie lange ich das aushalte. Nach dem aktuellen Gefühl gebe ich mir noch 10 Minuten. Grauenvoll. Und dann bin ich auch noch so verdammt nochmal stinkesauer auf alles! Geht das irgendwann vorbei? Auch dieses seltsam wattige Gefühl im Kopf? Ich geh jetzt irgendwas spülen, und dann renne ich ein paar mal um den Block. Oder ich rauche eine. Was weiß ich. Vielleicht esse ich auch was, das soll ja auch angeblich so einen spaß machen wenn man mit dem Rauchen aufhört. Grade ist mir aber eher schlecht.
Und wie kann man nur so schlecht gelaunt sein?
Wünscht mir Glück, vielleicht schaffe ich es wenigstens einen Tag.
McGyver und der Kolibri auf dem Dach der Welt
Mai 29, 2007

Wie einige wissen, wohne ich in einer Dachwohnung. Die Vorteile daran liegen auf der Hand: Schöne Aussicht, Ruhe und nur eine begrenzte Anzahl seltsamer Nachbarn die dir in die Wohnung gucken. Außerdem hat es dank großem Hinterhofes im Sommer ein Nahezu mediterranes Flair. So kann man sich in die Küche setzen, die Fenster aufreissen und Sardellen-Spaghetti essen und sich dabei unglaublich weltmännisch fühlen.
Nachteile hat es allerdings auch; so liegt die Durchschnittstemperatur in meinem Zimmer an einem Sommertag bei gefühlten 45.000 grad, was zur vollständigen Reduzierung sämtlicher Körperreaktionen führt. Außerdem gibt es einige Personen die sich weigern mich zu besuchen, weil die Anzahl der Treppen sie davon abhält. An dieser Stelle nochmals danke an die todesmutigen Umzugshelfer. Den Rest des Beitrags lesen »
Year of the Antragsstellung
Mai 24, 2007
Auf der Suche nach Bestätigung für meine Theorie, dass die meisten Mitarbeiter der „Arbeitsagentur“ inkompetente Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen auf zwei Beinen darstellen, habe ich mich letzte Woche wieder Arbeitslos gemeldet. Alles nur Recherche natürlich. Schließlich darf man ja in Deutschland nicht laut sagen, dass man HartzIV bezieht ohne damit seinem Gegenüber das Gefühl zu geben dieser Zustand sei Ansteckend.
Bild sei Dank!
Die Abteilung der Agentur für Arbeit die für mich Zuständig ist, musste allerdings erst gefunden werden. Schließlich wohne ich in einer überaus ungewöhnlichen Straße deren Zuständigkeitsbereich offensichtlich nicht vollkommen geklärt ist.So machte ich mich also vor zwei Wochen das erste Mal auf den Weg zur „Arbeitsagentur“.
Stellt euch vor, dass ich diese Anführungszeichen immer mit den beiden Händen mache, um das zu untermalen.
Wie das an einem solchen Tag ist, funktionieren die Dinge nicht so wie man sich das erhofft. Aus dem „mal schnell zum Arbeitsamt rennen“ ß (Wieder Anführungsstriche) wurde ein sehr ausgedehntes „schnell“
Der Wartemarkenautomat verweigerte nämlich just in dem Moment als ich auf den Knopf drücken wollte, den Dienst. Hilfesuchende Blicke und hinter Mitarbeitern herlaufen brachte auch nicht den erwünschten Erfolg, denn sobald mich einer sah, beschleunigte sich der Schritt, ein Schlüssel wurde hektisch hervorgekramt und derjenige verschwand in der nächst besten Tür.
Ich würde gerne wissen wie viele der Mitarbeiter der „Arbeitsagentur“ seit Dienstbeginn im Abstellraum sitzen, dort Fingernägel kauen und ausharren, weil sie nicht schnell genug zu einer anderen Tür kamen.
Der folgende Versuch das ganze so zu organisieren, dass eben diejenigen die zuerst kamen auch zuerst dran kommen, führte zu mittelschweren Prügeleien zwischen Müttern mit Kinderwagen und Männern in Jacken aus Ballonseide.
Also saß ich da, den Mp3-Player bis zum Anschlag aufgedreht, hängend in meinem aufklappbaren Reihenstuhl, zog mir meinen Kapuzenpulli über die Augen und vermittelte den Eindruck einer hängen gebliebenen Berufsjugendlichen. Irgendwann dann, gefühlte zwei Jahre später, bekam auch ich eine Audienz mit der Allmacht.
Natürlich allerdings, hatte ich beim ersten Mal meinen Ausweis nicht dabei, was beim Arbeitsamt in etwa gleichbedeutend sein muss mit dem Vergehen der Kindesentführung, denn „ohne Ausweis geht gar nichts! Dabei sah sie mich von unten aus den Augenwinkeln an und schüttelte leise den Kopf. Das war dieses fassungslose, markerschütternde Kopfschütteln in dem bei jeder Kopfbewegung die Abschätzung des Gegenübers herüber springt.
Und überhaupt war das eine ganz eigenartige „Beraterin“. Zum einen sah sie so aus als habe sie mitten in den Anfängen der 90er aufgehört darüber nachzudenken was wohl modern ist, zum anderen trug sie eine Tina Turner-Frisur, was aber auch darauf hindeutet.
Dann hatte sie Unmengen afrikanischen Klim Bims in ihrem Büro, selbstkopierte Flyer von irgendwelchen dortmunder Dance-Hall Veranstaltungen und Poster von 50cent und Wesley Snipes. Außerdem eine selbst gebastelte Fotomontage mit 50cent, Wesley Snipes, Oliver Kahn und jetzt kommt es: Goetz George. Und das ganze über einem FC Bayern Kissen. Mein Schubladendenken war völlig überfordert und geblendet von ihrer mindestens 2 Zentner schweren Silberkette mit massiven Herzen und Zigeunermünzen.
Dabei hatte ich ohnehin ein so schlechtes Gewissen, einfach nur weil ich Existiere. Ich glaube das lernen die in ihren Vorbereitungskursen.
Da sieht man wieder dass ich mich immer nur auf die wichtigen Dinge konzentriere.
Der Rest hat lange gedauert aber ist schnell erzählt: Ich ging nach Hause, holte meinen Ausweis, ging wieder zurück, beobachtete wie sich das Warteszenario wiederholte und traf nach langem Warten auf einen weiteren Berater.
Dieser teilte mir dann nach langwieriger Suche und Zeitlupentippens mit, dass ich total falsch sei und überhaupt ganz wo anders hinmüsse. Da blieb mir nichts anderes übrig als meine Unterlippe vorzuschieben und ein bisschen zu fuchteln, weil ich ja die letzten drei Jahre auch immer hier war. Das war ihm aber egal. Inzwischen bildete sich über meinem Kopf eine kleine Gewitterwolke, die über mir herschwebte.
Gestern habe ich dann endlich alles erledigen können, nachdem ich etwa 200 Unterlagen zusammengesucht hatte die man offensichtlich benötigt um sich zwei Monate arbeitslos zu melden, habe ich diesen Teil erledigt.
Und nun: Bafög-Antrag! Und der Antrag bei der ZVS! Und den für das Stipendium!
Die kleine Gewitterwolke hat es sich inzwischen bequem gemacht.
2007 ist das Jahr der Papierwirtschaft und der des Telefonierens mit Warteschleifen. So hat jedes Jahr sein eigenes Motto.
Habt einen schönen Tag, bis zu meinen nächsten Abenteuern.
Eure Semia
