blaues Band
April 9, 2009
Heute Morgen stand ich um 8.00 auf, trank Kaffee, duschte, kollidierte mit gut gelaunten Mitbewohnern in der Küche, machte mich fertig, fuhr in die FH und stellte fest, dass ich völlig umsonst dort hin gefahren war.
Natürlich war das meine eigene Schuld, weil ich von den 400.000000Mails die bei mir pro Tag über den FH-Verteiler ankommen im Schnitt ungefähr so ziemlich gar keine lese. Dort war nämlich haarklein aufgeführt das ein Großteil meiner Seminare erst am 16.04 beginnt, somit hat offenbar jeder Dozent seinen persönlichen Rhythmus.
Aber der Tag war nun schon aufgerissen und stand kaugummikauend vor mir und streckte sich, weit und breit kein Student sichtbar den ich schonmal gesehen hätte. Also setzte ich mich auf eine Bank, hakelte unsicher in meiner Tasche herum damit es nicht so aussieht als hätte ich keine Freunde und guckte aphathisch.
Das kann ich nämlich sehr, sehr gut… wird allerdings schnell langweilig.
Aber weil ich so ein Action-Seeker bin, machte ich eine extreme-bahnfahringtour mit der wilden 4 zum Siegfriedplatz um dort weiterhin aphathisch zu gucken. Das mögen die Menschen an den Gemüseständen allerdings nicht so gern und ich fühlte mich dazu gezwungen ganz viele Sachen zu kaufen, um nicht erklären zu müssen warum ich nun zum 8.mal vor dem Fischwagen stehe und mir Forellen ansehe.
Jetzt habe ich Lachs und Chillies und Zitronen, Thymian, frischen Knoblauch, Butterkartoffeln und kein Geld mehr.
Dafür fahre ich jetzt gleich wieder auf gut Glück in die FH.
Man könnte meinen, ich hätte sonst nix zu tun.
Langsam aber sicher treibt die Sonne mir auch meine sonst im übermaß innewohnende Melancholie aus und hinterlässt mich ohne sie wie ein hyperaktives, gelangweiltes Kind. Dafür finde ich plötzlich wieder manche Männer interessant und hinterfrage den Frühling und seine Ambitionen daher gleichermaßen.
So, genug Alltagsgedöns für heute.
Ich geh mich jetzt verlieben oder was essen. Mal gucken.
April 9, 2009 um 4:06
apathisch gucken soll ja in 2012 olympisch werden, der olympiastützpunkt wird angeblich in berlin beheimatet.
eine weitere diszipiln mit kaum vorhersagbarem potenzial ist lebensmittelverkaufspersonalverstören, ist körnig und gelingt immer. einfach fragen ob das quintettforellen seien oder ob die schweden im schwedensalat frisch sind, dann humorlatenzzeit stoppen. länger ist besser.