Lobhudelei

April 13, 2009

Viel Sonne, viele Menschen, viel Frühling und viel Musik.

Auch wenn ich mich bisher eher scheu gab was das präsentieren kreativer Auswüchse angeht, hab ich jetzt einen Künstleraccount bei Myspace.

Auch weil ich dann mal beende was ich anfange.

So höret und kommentiert, auf dass ich mich freue:

http://www.myspace.com/klickerklackerbummtschak

blaues Band

April 9, 2009

Heute Morgen stand ich um 8.00 auf, trank Kaffee, duschte, kollidierte mit gut gelaunten Mitbewohnern in der Küche, machte mich fertig, fuhr in die FH und stellte fest, dass ich völlig umsonst dort hin gefahren war.

Natürlich war das meine eigene Schuld, weil ich von den 400.000000Mails die bei mir pro Tag über den FH-Verteiler ankommen im Schnitt ungefähr so ziemlich gar keine lese.  Dort war nämlich haarklein aufgeführt das ein Großteil meiner Seminare erst am 16.04 beginnt, somit hat offenbar jeder Dozent seinen persönlichen Rhythmus.

Aber der Tag war nun schon aufgerissen und stand kaugummikauend vor mir und streckte sich, weit und breit kein Student sichtbar den ich schonmal gesehen hätte. Also setzte ich mich auf eine Bank, hakelte unsicher in meiner Tasche herum damit es nicht so aussieht als hätte ich keine Freunde und guckte aphathisch.

Das kann ich nämlich sehr, sehr gut… wird allerdings schnell langweilig.

Aber weil ich so ein Action-Seeker bin, machte ich eine extreme-bahnfahringtour mit der wilden 4 zum Siegfriedplatz um dort weiterhin aphathisch zu gucken. Das mögen die Menschen an den Gemüseständen allerdings nicht so gern und ich fühlte mich dazu gezwungen ganz viele Sachen zu kaufen, um nicht erklären zu müssen warum ich nun zum 8.mal vor dem Fischwagen stehe und mir Forellen ansehe.

Jetzt habe ich Lachs und Chillies und Zitronen, Thymian, frischen Knoblauch, Butterkartoffeln und kein Geld mehr.

Dafür fahre ich jetzt gleich wieder auf gut Glück in die FH.
Man könnte meinen, ich hätte sonst nix zu tun.

Langsam aber sicher treibt die Sonne mir auch meine sonst im übermaß innewohnende Melancholie aus und hinterlässt mich ohne sie wie ein hyperaktives, gelangweiltes Kind. Dafür finde ich plötzlich wieder manche Männer interessant und hinterfrage den Frühling und seine Ambitionen daher gleichermaßen.

So, genug Alltagsgedöns für heute.

Ich geh mich jetzt verlieben oder was essen. Mal gucken.

*fuchtel*

April 2, 2009

Die Sonne. Der große, gelbe, dicke, provozierende Quell nicht enden wollender Glückseligkeit.

Wäre sie ein Mensch, würde sie mir jeden Frühling in die Wange kneifen um festzustellen, dass ich immer noch nicht größer geworden bin und mir danach mit einem angespuckten Stofftaschentuch den Schlaf aus den Augen wischen. Und nachdem sie mir noch ein paar mal auf dem Kopf getätschelt hätte, schöbe sie ihren mächtigen Hintern in die Küche um mir eine Rhabarber-Sahnetorte aufzutischen, obwohl ich ihr schon tausendmal gesagt habe, dass ich die nicht mag.

Danach müsste ich mit ihr Rosamunde Pilcher-Verfilmungen in einem Miniatur-Fernseher mit zu hohem Farbkontrast angucken und mich von ihr an ihre mütterliche Brust drücken lassen. Und mein leises Fiepen? Ja, das würde sie als Ausdruck von Entzücken deuten und noch ein bisschen fester drücken.

Aber sie meint es ja nur gut.

Somit durchlebe ich jeden Frühling von neuem die Phase mich vor ihr zu verstecken, obwohl sie mich schon längst gefunden hat.

Rosamunde Pilcher vertrage ich nämlich nicht auf nüchternen Magen.