Wie auch immer Gisbert zu Knyphausen das macht, aber ich habe noch nie so viele Menschen gesprochen die allesamt in einen Künstler verliebt waren und Kinder von ihm haben wollten nach dem sie auf einem Konzert waren. Somit war ich nicht die Einzige in meiner kleinen egozentrierten Welt die sich so persönlich angesprochen fühlte von dem was er sagte und sang. Eine von sehr, sehr Vielen. Und irgendwie hatte jeder das Gefühl, und sagte zu sich selbst, dass er mit seinen Texten ganz genau MICH meint, MICH oder irgendjemanden anderen den ich gut kenne. Ja, der Gisbert, der versteht schon was vom Leben und Lieben und der produktiven Melancholie. Und überhaupt kenne ich das Gefühl nur zu gut, weil ich bin ja andauernd in irgendwelche Musiker verliebt, oder Menschen die Bilder malen, oder wunderbare Geschichten schreiben, weil ich dann für einen Moment den Eindruck gewinne, dass da noch jemand anderes ist der mein Innerstes besingen, bemalen oder beschreiben kann. Aber das darf dann nur mir so gehen, weil wenn da zu viele Andere sind die denken was ich denke und fühlen was ich fühle, dann verliert es seine Exklusivität und den traurigen Schimmer von Zweisamkeit. Denn diese ganzen bunten Schatten verschwommener Ideen die sich Hoffnung schimpfen, finden nur in zwei geteilten Seelen platz.
Wer will schon Mehrsamkeit.
Dein Hirn, mein Herz, wird dadurch auch nicht leichter.
Februar 13, 2009
Manchmal ist das Bewusstsein darüber, dass sich immer alles wiederholt, von neuem anfängt und auch wieder aufhört, so präsent, dass es nur noch paralysiert.
Letztendlich fällt auch mir dann nichts anderes mehr ein als noch mehr Nichts ins Nichts zu starren und meine Sabberfäden davon abzuhalten meine Klamotten zu ruinieren.
Neue Erkenntnisse sind meist auch nur alte Bekannte mit falschem Schnurrbart und Agentenverkleidung aus der Mickymaus.
Aber ich freu mich immer wieder, wenn sie vorbei kommen und ein Bier mit mir trinken, oder auch zwei. Denn sie erzählen mir von Orten an denen man nicht mehr den ganzen Tag auf mausgrauen Sofas herumliegt und sich selbst zitiert, sondern ein paar neue Bekannte trifft, mit falscher Brille und Trenchcoat, die einem irgendwie bekannt vorkommen.
Bis das Licht angeht.
Irrtümer.
Februar 12, 2009
Immer dann, wenn ich die Bedeutung des Lebens verstanden habe, wird sie verändert. Dazu gehört auch sich zu öffnen und zu schließen, Menschen in mein Herz zu lassen und wieder hinaus zu befördern. Offenbar bringt mir das Nachdenken abgesehen von einem Stahlbetonrücken und Atemproblemen nichts weiter. Und wenn man dann mal einen Spalt aufgemacht hat, kann eben auch Gift hinein. Ich lasse das Glas erstmal zu.
Scheiß Exhibitionismus
Februar 11, 2009
Jeder, aber auch jeder der letzlich 5! angefangenen Blogeinträge, war entweder politisch inkorrekt, zu persönlich, zu selbstmitleidig oder einfach nur schlecht. Von daher: 

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