I feel warm and fuzzy inside, like I swallowed a kitten.
Januar 25, 2009
Und schon wieder ein Sonntag im Namen der Liebe, der Beziehungen und Nicht-Beziehungen in meinem Umkreis und in meinem Kopf.
Oft bin ich ganz bezaubert, wenn ich lese, höre oder sehe wie manche Paare miteinander umgehen. Da werden Nettigkeiten ausgetauscht, gestreichelt und Liebesbekenntnisse verteilt. Man erzählt sich, dass man ohne den Anderen nicht mehr leben kann, liegt romantisiert in irgendwelchen Parks herum und guckt den Anderen an, ist nicht mehr dazu im Stande auf einer Party wo anders hinzugucken als auf seinen Liebsten, hält 14DVD-Abende hintereinander für eine adäquate Beschäftigung und würde am allerliebsten in den Anderen hineinkriechen und sich einen Platz zum Schlafen suchen. Für Immer.
Dann gibt es aber auch diejenigen die panische Angst haben sich fallen zu lassen, möglicherweise zu einem Teil einer anderen Person zu werden und dabei ihre Identität in den Müllschlucker werfen zu müssen. Diejenigen die glauben, wenn man sich hingibt und sich der neurotrasmitterinduzierten Scheiße Namens „Liebe“ aussetzt, würde einem ein unwiederbringlicher Teil genommen. Oftmals eben auch die Menschen, die es erst gar nicht über die magische Grenze schaffen um überhaupt eine Chance zur Zweisamkeit zu bekommen, weil sie ganz wo anders sind oder sein wollen.
Vielleicht reicht es dann mal für eine Affaire, irgendwas auf das man sich eben nicht festlegen muss. Schließlich ist der Gedanke an ein Reihenhaus und den Volvo vor der Tür so abstoßend und Gefängnisgleich, dass man sich lieber gleich auf Nummer Sicher begibt.
Ja und nun schreibe ich schon wieder so lange an diesem Text, dass ich nicht genau auf den Schirm bekomme was ich eigentlich sagen wollte.
Also, Verliebte und potentiell Verliebte dieser Welt: Lasst euch fallen, vergesst die Kettensägenmassaker bei Ikea am Samstag Morgen denen ihr euch später aussetzen werdet, vergesst den Volvo, die Gewohnheit, die Langeweile, die Selbstaufgabe und den Verlust der eigenen Identität. Das muss nämlich alles nicht sein, weil wir immer noch selbst entscheiden können.
Und so lange wie es eben geht, bleibt verliebt.
Drogen sind ja sonst nicht kostenlos.
Januar 29, 2009 um 8:04
das gute an einem volvo ist ja, daß man nach dem ikea-kassen-inferno zu zweit reinkriechen und darin schlafen kann. für immer.