Gendergedöns
Dezember 26, 2008
Heute muss meiner Gehässigkeit mal wieder Tribut gezollt werden.
Ich widme meinen heutigen schriftlichen Monolog nämlich den Mädchen und Buben und ihren fragwürdigen Verhaltensweisen. Wie man aus meinem vorherigen Monolog erlesen konnte, habe ich einen empfindlichen Magen und neige zu schnellem Ekel. Allerdings gibt es gar nicht mal so vieles, was mich mit Abscheu erfüllt. Eines davon allerdings sind Määädchen. Die drei „Ä“ gehören dazu und sind essentiell.
Ich meine die sorte Frau die beim Essen orgasmische Geräusche macht, die sorte Frau die spricht als läge ihre Lebensaufgabe darin die Schwänze aller männlichen Erdenbürger hart genug zu machen um damit Äcker zu pflügen. Die sorte Frau, die es nicht schafft ihre Körperhaltung aus dem Fick-Mich-Modus herauszubewegen wenn sie mit Männchen redet und die sorte Frau die dich mit ihrem Niedlich-Overkill dazu veranlasst dir eine Kettensäge zu wünschen. Die sorte Frau die glaubt sie MÜSSTE sich so verhalten, damit sie ihren Dienst an der Männlichkeit erfüllt, die sorte Frau nämlich, die nicht einmal merkt, dass das alles gar nicht echt ist.
So, vielleicht bin ich ja auch nur Neidisch.
Das überleg ich mir dann nochmal.
Bis dahin, macht weiter so und lasst euch nicht von einem gehässigen Jungenmädchen davon abhalten so zu sein wie ihr seid.
Wenn ihr das wirklich seid.
*seufz
Dezember 23, 2008
Die letzten drei tage waren ganz schön gut. Danke allen die Schuld daran tragen.
Luftmaschen
Dezember 19, 2008
Als ich anfing mich für Jungs zu interessieren, da wusste ich nicht so genau was ich damit anfangen sollte und beschränkte meine Körperkontakte auf gelegentliches Hauen und Piesacken meiner Klassenkameraden, zwicken, beißen, wichtig machen. Aber bloooooss nicht zu viel interesse zeigen.
Leider ging dieser Zustand der noch-Oberhand direkt darin über gottgleiche Mannwerdende aus der Oberstufe anzuhimmeln, die sicher nicht einmal von meiner Existenz wußten. Ein Blick des Gegenübers reichte, um mich tagelang bei Laune zu halten und Pläne für den gemeinsamen Ruhestand zu machen.
Fortan gebar ich qualitativ hochwertigen Herzschmerz in Serie.
Zwischendurch passierte es ab und an, dass sich auch Jungs für mich interessierten, was zugegebenermaßen selten vorkam.
Zu Recht, wie ich bei dem Anblick meines Fotos aus der 7. Klasse feststellen muss.
Ich war nicht hübsch, nicht mal niedlich oder gar süß. Das war einfach ein unfertiges irgendwie unweibliches Mädchen mit Levis-Pulli und schlecht gezupften Augenbrauen.
Trotz dieser, vor allem in dem Alter, nicht gerade anziehenden Attribute hatte ich ab und an Verabredungen ins Kino, oder zum Computer spielen oder was man eben in diesem Alter so macht. Das Problem dabei war, sobald ich einen Jungen mochte, und wußte dass es ihm genau so ging, musste ich mich übergeben.
Folglich verbrachte ich meine Verabredungen, sofern sie überhaupt vollzogen wurden, auf der Toilette und faselte in den kotzfreien Phasen irgendwas von Magenschleimhautentzündung, damit ich nicht ganz so dämlich da stehe.
Inzwischen muss ich mich nicht mehr übergeben wenn ich einen Jungen mag. Allerdings liegt mein Verhalten, wenn ich auf einen Mann treffe der mir gefällt, immer noch weitab von meinem Normal-Zustand.
Manchmal frage ich mich allerdings, ob das mit dem Kotzen nicht die bessere Alternative war
Verballert.
Dezember 17, 2008
Heut steh ich neben mir. Sehr weit neben mir, eigentlich hab ich mich schon aus dem Blickwinkel verloren. Ist aber nicht so schlimm, ich habe heute nämlich nichts wichtiges gemacht das meine zweite Instanz hätte kontrollieren müssen. Allerdings muss ich mich aufrecht bewegen, da ich sonst befürchte, dass mein Gehirn vor lauter Langeweile einfach raus in die Freiheit läuft.
Ein guter Tag war das, ist manchmal vielleicht gar nicht so schlecht keinen graden Gedanken fassen zu können.
Unangemessen ausschweifende Satzkonstruktionen.
Dezember 15, 2008
Hätt ich ne Maus, eine zum Melken, dann würd ich das jetzt machen. Sogar auch mehrere.
Soeben lag ich geschlagene 3,5 Stunden in der Horiziontalen um des Morgens für Pflicht und Unrat gewappnet zu sein, und was passiert? Ich wälze nur Schleifspuren in meine Matratze.
Als gäbs wirklich so viel nachzudenken wie mein Kopf heute tut als ob.
Ich schiebs jetzt einfach auf den Mond, der sorgt ja in vollen Phasen meist dazu dass ich ziemlich viel Blödsinn erzähle und noch viel schwammigeres Gedankengut ableiste, als das ohnehin schon der Fall ist.
Und außerdem ist für alles immer einen Grund zu haben total super.
Sweet 16
Dezember 13, 2008
Ich bin nicht ganz sicher ob meine Pubertät jemals vorbei gehen wird. Mit Sechzehn zumindest, war ich davon überzeugt, dass ich mit 30 nicht mehr auf Parties herum hopse, zu viel trinke und Ibuprophen zum Frühstück als Folgeerscheinung zu mir nehme. Apres-Ski-Prollsyle-Fotos inklusive.
Entweder das hat sich alles nach hinten verschoben, weil ich 5 Jahre meines frühen Lebens in einer Beziehung war die wenig pubertär ablief, oder ich werde eben einfach nicht erwachsen.
Letzteres lässt mich allerdings viel über die Definition des Erwachsenseins nachdenken und dabei stoße ich immer wieder an konstruierte Heiligkeiten von denen ich ferner nicht sein könnte.
Mal sehen ob ich noch dahinter steige was aus meinem Kopf und was aus anderen Köpfen kommt.
And I might not always be
Just as saintly
As I would like to be
But I am trying
To bring out the best
That I have in me
Ribbidibbidingdong
Dezember 11, 2008
Wenn das mit meiner Partymogul-Karriere nichts wird, werde ich einfach Drum n Bass Mc.
Ich habe meine Prioritäten im Augenblick eindeutig von Studium weg und zu Freunden hin verschoben, weil ich weiß dass es mich glücklich macht. Schließlich ist es das, was einschlägige Lebenshilfebücher und Therapeuten empfehlen, wenn man hilfesuchend mit einer Phiole voller Tränen nach Möglichkeiten der Verbesserung sucht.
Natürlich produziert man auf der Suche nach portioniertem Glück manchmal Situationen die im Nachhinein zu implodierten Herzen führen, aber man lernt ja nur langsam. Das aber stetig.
Abgesehen davon klopft Weihnachten mal wieder wenig subtil an meinen Hinterkopf und versorgt mich mit ungerechtfertigt neidvollen Gedanken an idealisierte Glitzerbilder. Ich werde einfach das Miniatur-Hollywood in meinem Kopf niederbrennen, dann dürfte das Problem beseitigt sein. Und mit ihm noch einige andere surreale Vorstellungen. Romantischer Scheewehenscheiß zu zweit inklusive.
Woe is me.
I love you but I’ve chosen darkness.
Dezember 8, 2008
An einem durchschnittlichen Montag wie diesem, wo der Tag im Regelfall mit dem Ableisten von Verpflichtungen herumgebracht und umgebracht wird, neige ich zum Abschluss zu gedanklich labyrinthischen Kreiselleistungen.
Die Kreisel glänzen nicht mal.
Ich würde jetzt gerne mit dem Mad Hatter einen Tee trinken und meinen Nichtgeburtstag feiern. Dem würde ich dann erzählen was mir die letzten Monate alles passiert ist und er böte mir Kekse an.
Weil ja eigentlich alles gut ist.
faseliges Sonntagsblah
Dezember 7, 2008
Wenn das gestern keine gute Party war, dann weiß ich auch nicht weiter. Nachdem der ganze Vorbereitungsstress von mir abgefallen war, hatte ich unfassbar viel spaß. Um mich herum nur tollste Menschen und beste Laune. Da unten merkt man ja auch nie wie spät es ist, also standen um 7Uhr trotz bereits angegangener Lichter immer noch Leute herum. Und schön, dass ihr da wart.
Das war alles sehr sehr gut.
Letztendlich war ich um 8 im Bett und habe auch nicht sonderlich lange geschlafen, aber anstatt des semi-melancholischen Partynachbrennens hatte ich heute gute Laune.
Na gut, meine körperlichen Aktivitäten waren bereits mit dem abholen der Technik heute ausgereizt, aber dafür kann ich ja nun den Rest des Tages weitergammeln.
Alles völlig zusammenhangslos. Dabei wollte ich nur schreiben: Es geht mir gut und ich bin sorgenfrei. Kein Herzscheiß, Kein Kopfkino, keine größeren Geldprobleme und die tollsten Menschen der Welt in meinem Umfeld. So unkompliziert darf mein Kopf gerne weitermachen.
In diesem Sinne kann ich die FH-Sorgen auch einfach übergehen.
Und nun: Pizza!
Kopfjahrmarkt
Dezember 6, 2008
Wir stellten gestern fest, dass Jahrmärkte in unserer Vorstellung deutlich hübscher sind als in der Realität. Tim Burtoneske Buntigkeit und lustige Menschen in Streifenunterwäsche, werden in der Realität von alkoholgeschwängertem schützenfestgebrülle in hochgeklappten Polohemdkragen verdrängt.
Hatte gestern einen sehr netten Abend mit ebenso netten Menschen ohne Polohemden im Mocca Klatsch. Hätte die Pflicht mich nicht gerufen, säße ich vermutlich immer noch dort. Möglicherweise.
Leider schlief ich heute Nacht nur vier Stunden, mein Körper beschloss um halb sechs in Panik zu verfallen, auch wenn er nicht genau wusste warum. Vermutlich weil er ohnehinzwei Stunden später hätte aufstehen müssen. Irrationales Ding.
In Folge dessen werde ich nun Halbwach, Halbschlafend das Blockseminar besuchen wegen dem ich eigentlich aufstehen wollte.
Vielleicht sollte ich für meinen Kopfjahrmarkt Eintritt verlangen.