Alles neu macht der… März
Februar 29, 2008
So nun sitze ich hier in meiner nahezu blank geräumten alten Wohnung und schreibe auf meinem improvisierten Schreibtisch den letzten Blogeintrag in der Turnerstraße. Vermutlich ist es der Turnerstraße sogar ziemlich schnuppe was hier so abgeht, ich wollte sie dennoch in meinen Beschreibungen nicht außer acht lassen.
Dabei höre ich Musik die ich schon lange nicht mehr gehört habe und versuche mich an den Gedanken zu gewöhnen dass sich schon wieder alles verändert. Oder besser, dass sich seit dem letzten Jahren alles in Bewegung befindet und ich mich nicht mal um die eigene Achse drehen kann, ohne dass irgendetwas maßgebliches passiert.
Irgendwann bildete ich mir ein dass es Stabilität sei die ich anstrebe. Sicherheit, Geborgenheit, Stetigkeit. Aber dann wachte ich auf, nur um festzustellen, dass es all das gar nicht gibt. Zumindest noch nicht. Deswegen bin ich nun hier und versuche die Veränderung und den Wechsel zu umarmen, ihnen über den Kopf zu streichen und ihnen klar zu machen, dass sie ganz schön prima sind.
Wozu falsche Lebenskonzepte aufrecht erhalten, nur weil sie irgendwelchen Dogmen entsprechen, hm?
Langsam gewöhne ich mich daran eine Suchende zu sein und auch daran, dass ich eben nie finden werde wenn ich nicht aufstehe.
Und deswegen möchte ich hier feststellen, dass jeder Mist im Leben mich weiter gebracht hat. Immer wieder, mit Verlässlichkeit.
So viel Optimismus hätte ich mir am Tag vor meinem Umzug gar nicht zugetraut. Und auch wenn ich jetzt lieber jemandem beim Auflegen zugucken würde um mich im Rahmen dessen zu betrinken, stattdessen aber Geschirr aussortiere und mich ärgere dass mir alles weh tut, schicke ich ein paar positive Schwingungen in die Welt.
Prost! und Küsse.
Da, hier, bitte
Februar 7, 2008
Ich fühle mich wie ein Schützenverein, dabei habe ich gerade erst gefrühstückt. Das mag jetzt nicht allzuviel Sinn ergeben, aber sagen wollte ich es trotzdem. Durch den ganzen Nebel in meinem Kopf und über dem Teutoburger Wald kommt heute auch ein wenig Sonne. Da kommt eben sowas heraus. Wobei wir da wieder bei der fehlkanalisierten Energie sind, denn eigentlich sollte ich lernen.
Von den ganzen Vibrationen in meinen Gedanken hat auch meine Stimme so ein lustiges Tembre.
Ich bin ein Schäfchen.
Bis bald!
Weltschmerz-Februar
Februar 2, 2008
Mein Mitbewohner hat zu Weihnachten einige Krachgegenstände geschenkt bekommen, unter anderem eine elektrische Zahnbürste und einen Elektrorasierer.
Jetzt fehlt noch ein motorisiertes Inhaliergerät, ein hydraulik-Duschspender und eine batteriebetriebene Klobürste damit sich seine Morgentoilette endgültig anhört wie Baustellenlärm. Abgesehen davon, wundere ich mich heute zum wiederholten Male darüber, dass wir immer zum gleichen Zeitpunkt aufstehen, er es aber immer schafft, vor mir an der Kaffeemaschine zu sein. Traurig bin ich aber trotzdem, dass wir ab dem 1.3. nicht mehr zusammen wohnen werden. Zwar sind meine zukünftigen Mitbewohner im Bielefelder Westen (mit hoher Wahrscheinlichkeit) ziemlich nett, aber wenn man mal drei Jahre mit jemandem zusammen gewohnt hat, fällt das schwer sich neu zu orientieren.
Zwischen Umzug, anstehenden Prüfungen, und Arbeit gibt es da noch das im Augenblick eher leidliche Privatleben, viel Nachdenken und Selbst-und Fremdanalysen bis zum Abwinken. Das nur angeschnitten, sonst verfalle ich in poetisches Selbstmitleid und das ist selbst für einen Weltschmerz-Empfänger wie mich zu viel. Aber ich bin ohnehin nah an der theatralischen Dramaturgie gebaut…das gilt es sich abzugewöhnen.
Heute Abend wird es eine SuperheldenMottoParty geben auf der ich auch zugegen sein werde. Dabei gilt es zu ignorieren, dass ich in kurzen blauen Shorts eher elefantig aussehe und von der Ambition eine mehr oder weniger sexy Superheldin zu sein, nur das rote Haarband übrig geblieben ist.
Leider habe ich sonst nichts schlaues zu erzählen. Es ist im Augenblick etwas leer in meinem Kopf und Körper. Aber das wird sich sicher wieder ändern.