*blinzel*
Dezember 28, 2007

Blitz, Donner, Täterä.
So in etwa lautet meine persönliche Kurz-Zussammenfassung des Jahres 2007. Während ich, sinnlose Geräusche produzierend (Blubber, Zisch) in meinem Schreibtischstühlchen sitze und dem Schall dabei zusehe wie er von meinen schrägen Wänden eher suboptimal zurückgeworfen wird, stelle ich mit Überraschung fest:
Ist ja schon wieder vorbei! das Jahr!
(Auch das wird wieder zurückgeworfen, aber das mit dem Echo funktioniert nicht so gut hier in meinen 20 qm, ich kann es aber beliebig oft wiederholen, was in etwa den gleichen Effekt hat. Obwohl ich mir vorgenommen habe, das Wort „Suboptimal“ nicht mehr zu verwenden)
Und wieder hat sich meine Persönlichkeit ein Stückchen weiter entwickelt, ohne dass ich auch nur ein bisschen etwas davon gemerkt habe.
So trickse ich mich schon seit Jahren selbst aus, ich Fuchs.
Ganz subtil finden Veränderungen in den Prioritäten statt, werden Entscheidungen plötzlich anders getroffen als noch ein paar Jahre zuvor. Und ich sitze dann da, möglicherweise wieder auf meinem Schreibtischstühlchen und denke mir „woah, krass Alter! wo kam die Denkweise denn jetzt her?“
Oder so ähnlich.
Ob diese Entwicklungen nun besser sind, stelle ich doch ab und an in Frage. Zum Ende des Jahres dann, passiert die Selbsterkenntnis Revue, tänzelt ein paar mal im Kreis auf deiner Nase herum und lässt dich dann mit dem Wissen, dass man ganz schön verkorkst ist, alleine.
Nicht, dass ich das nicht schon vorher wusste (Blubber, Zisch)
So ist der Wunsch nach „Alles Anders, Alles Besser“ am Ende des Jahres präsenter als sonst. Als lebte man sein Leben in 365Tage Zyklen, zwischen denen man handlungsunfähig ist und nur Informationen und Erfahrungen sammelt, die man schließlich am 1.1 des nächsten Jahres, endlich verwerten und einsetzen kann. Und wenn’s nicht klappt? dann eben nächstes Jahr, wenn man noch ein paar mehr Pakete mit portionierter Selbsterkenntnis mit sich herumschleppt.
Aber ich mag die Päckchen, sie geben mir ein Gefühl der Überlegenheit über mich selbst. Nicht zu verwechseln mit gelegentlichen Allmachts-Anfällen. Denn solange wir wenigstens wissen was wir ändern wollen, sind wir schon weiter als viele Andere. Auch wenn es letztendlich nicht klappt. Das Ziel ist immer der Motor.
Mit diesen Worten schließe ich meinen diesjährigen Jahresrückblick der keiner ist und präsentiere noch ein 15 Jahre altes grafisches Kleinod aus meinen Archiven.
Ich trug damals eine Zahnspange.

Das wär mir auch gern eingefallen:
Dezember 7, 2007

An dieser Stelle nochmal:
Dezember 2, 2007
