Verdammte Hacke
Oktober 8, 2007
Hrrmpf. Lassen wir es mal eineinhalb Stunden Schlaf gewesen sein, die ich diese Nacht anrechnen kann. Vom früh ins Bett gehen und anschließendem sechsstündigen Hin-und Herwälzen wird man leider auch nicht ausgeschlafener. Ich will gefälligst auch so lange schlafen wie andere Studenten und nicht jeden Morgen um 8:00 schon Pädagogik-Vorlesungen haben… Ich fange eh erst ab 11:00 an zu denken…und das unter der Voraussetzung mal mindestens fünf Stunden geschlafen zu haben. Wozu gibt es denn Chronobiologen, wenn keiner auf sie hört?
Wo war ich?
Genau, ich freu mich auf den Nachmittagsschlaf. Und ich will nie wieder irgendwas von „faulen Studenten“ hören.
So.
Grrr
Oktober 7, 2007

Wenn ich so etwas wie Zufriedenheit oder Glückempfinden erklären soll, scheitere ich kläglich. Schließlich kann ich mich stundenlang mit Begeisterung darüber aufregen, dass der Kaffee schon wieder alle ist und der Mitbewohner keinen neuen gekauft hat oder, dass dieser 14jährige Typ in der Bahn schon um halb acht morgens jedem beweisen muss, dass er dicke Eier hat, indem er sämtliche Fahrgäste mit miesestem Hip Hop aus seiner mobilen Einmanndiscotelefoneinheit zu einem Brei aus Resignation mutieren lässt.
Allerdings gibt es dann dazwischen Tage, an denen auch ich dicke Eier habe und sowieso am liebsten jeden wegen des kleinsten Verstoßes an den ungeschriebenen Gesetzen meines persönlichen Universums über den Haufen brüllen möchte. So wie heute. Tage an denen man sich gerne „Alles Doof“ auf den Oberarm tätowieren möchte. Mit kleinen Galgenmännchen daneben die genervt gucken, „harr harr“ sagen und Augenklappen tragen.
Manchmal von allem genervt zu sein, ist furchtbar. Wenn man dabei auch noch reflektiert genug ist um zu erkennen, dass es gar keinen Grund gibt sich zu terrorisieren, ist es noch viel furchtbarer. Denn es ist ja nicht so dass ich etwas dagegen tue…ich harre aus bis ich mal wieder einen „Dicke-Eier-Tag“ habe um mal allen zu zeigen wo der Hammer hängt. Das sieht bei mir so aus, dass ich noch viel genervter gucke und nur in Brummlauten antworte, wenn mir etwas nicht passt. Allerdings ist das schon das höchste aller Gefühle in Punkto Wehrhaftigkeit.
Das Interessante dabei ist, dass man sich über Dinge aufregt die sehr weit weg zu sein scheinen, der Typ in der Bahn, der Kaffee, die blöde Arbeitszeit…alles generierte Probleme die einem die Möglichkeit geben etwas Unzufriedenheit raus zu lassen, aber natürlich die Grundstimmung nicht beseitigen. Wenn man „wirkliche“ Probleme hat, bringt aufregen auch nichts mehr.
Also hat man eine leise rufende Ahnung warum man unzufrieden ist, will sich nicht damit auseinandersetzen und sucht sich eben andere Dinge über die es sich lohnt oder nicht lohnt aufzuregen.
Schließlich ist es unglaublich einfach, sich an Situationen zurück zu erinnern die so richtig blöd gelaufen sind, und Leuten wild fuchtelnd davon zu berichten. Wie schwer wiederum, sich an richtig gute Momente zu erinnern und diese abzurufen.
An Glück kann man sich doch kaum erinnern, außer man ertrinkt darin.
Aber ist das eine Typenfrage? Oder ist das eben Mensch-Sein?
Wie man sieht ist es schon so weit gekommen, dass ich mich darüber aufrege dass mich immer alles aufregt. Wenn das kein sinnloses Unterfangen ist, dann weiß ich es auch nicht.
Einen Vorteil hat es allerdings, es macht kreativ. Denn wenn alles total toll oder egal ist, dann braucht man sich mit nichts zu beschäftigen.
Das als ungenervtes, positives Schlusswort. (Ich kann es Baby, Yeah!)