P.s. Konzert-Shirt

September 21, 2007

Da ich ja eigentlich einen Konzertbericht schuldig bin weil ich eingeschnappt war, dass Denis wieder schneller war, poste ich zumindest ein Bild meines Architecture in Helsinki-T-shirts und rede noch ein bißchen über musikalische Mode.

Ich war ja eigentlich eher wegen Y.A.C.H.T. da, der sich als überaus schnuckelig symphatische Einmannband herausstellte, aber leider keine geeigneten Stylingelemente in seinem Verkaufsrepertoire hatte. Dabei zeichnete er ganz reizende Bilder, während er am Merch-Stand…(stand) saß, die sich unglaublich gut als Button-Material geeignet hätten. Aber bei der Energie die er da auf der Bühne beim untermalen seiner Lieder aufbringen musste, blieb vermutlich nicht mehr viel übrig um auch noch an sowas zu denken. Ich habe noch nie jemanden so unkoordiniert-körperbeherrscht tanzen sehen. Ich war tief beeindruckt und musste überdies die ganze Zeit schief lächeln.

Abgesehen von schwarzen T-Shirts mit goldenen Ankern darauf gab es leider nichts von ihm. Aber nun ja….das ist nicht ganz so meins.  Das war schade, hatte ich mir doch vorgenommen mein Fan-tum mal nach außen zu tragen.

Und kennt ihr das? Man steht in einer Traube von Menschen die die Band die sie gerade sehen noch nie zur Kenntnis genommen haben, aber alles tun um so auszusehen als ob? Inklusive unangebracht prolligem Arme in die Luft werfen und an unpassenden Stellen falsche Refrains mitsingen. Wenn man Glück hat dann überschütten sie dich noch mit Becks vor lauter Euphorie.  Neben dieser Gattung gibt es dann noch die unwissenden Stylochicks die im Grunde genau das gleiche machen, aber dabei noch etwas cooler aussehen.

Jaja, die haben auch nur ihren Spaß, sollnsedoch. Die Ollen.
Genug der gespielten Überheblichkeit. Kann ja jeder machen was er will.

Ach ja! T-shirt:

Huch, ich muss arbeiten.

Tschüss!

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Abriss

September 20, 2007

Falls ich mit dieser Information irgendjemandem weiterhelfen kann: Joey Ramone arbeitet Im Augenblick bei Real an der Service-Theke und hat sich einer Geschlechtsumwandlung unterzogen. Dennoch ist er für geübte Augen immer noch als ebenjener zu erkennen, da helfen auch keine rot gefärbten Haare. Leider konnte er mir auch nicht bei meiner ziellosen Suche nach Nahrungsmitteln weiterhelfen. Nachdem sich aber die letzten beiden Stunden die Worte „Trauben und Käse“ immer deutlicher vom Hintergrund meiner Rest-Gedanken abzeichneten, wusste ich auch ganz alleine, dass ich am besten bei den Molkereiprodukten aufgehoben war.

Diese kurzweilige Käse-Ramones-Erzählung dient mir allerdings nur als völlig ungeeigneter Übergang zu etwas viel wichtigerem: Ich war gestern auf einem Konzert, und es war toll. Alles weitere hat mir Denis natürlich wieder vorweg genommen und Details sind seinem Blog zu entnehmen. Inklusive Fotos.

Abgesehen davon ist es schon sehr Herbst im Geiste und auch sonst überall und ich befehle globale Instant-Glückseligkeit als Gegenmittel. Das hilft, echt.

Und ich bin jetzt ein Cyborg. Meinen Zahnimplantaten wurden lustige metallene Hütchen aufgesetzt, an denen man bei Bedarf auch einen Flaschenöffner oder ein Stylingelement freier Wahl befestigen kann. Zwar habe ich ein Foto davon gemacht, empfinde es aber dann doch zu gruselig um es euch zuzumuten. Und wer guckt schon gerne anderen Menschen in den Mund. Also, ich nicht.

Dann wäre da noch mein neuer Tätigkeitsbereich im allseits bekannten Bunker. Wer also möchte, kann mich dort zu nahezu jedweder Öffnungszeit beim arbeiten beobachten. Füttern ist allerdings nach Mitternacht verboten.

So, und das ich nun Studentin bin, habe ich sicherlich schon einige viele Male erwähnt.

Das wäre erstmal der Grob-Abriss der nicht stattgefundenen Blogeinträge…vielleicht finde ich ja dann wieder mal einen Anschluss zum weiterschreiben.

P.s. Ich finde das Movie schrecklich. Und trotzdem gehe ich immer wieder hin. Was mache ich nur falsch?

Gerade sortiere ich meine Mp3’s und höre dabei 31Knots, die gerade hervorragend in mein musikalisches Bedürfniskonzept passen. Die letzten drei Tage, wußte ich nämlich wieder mal so garnicht welche Musik mich denn glücklich machen würde. Und Menschen die mich kennen wissen, dass es mich zum Wahnsinn treiben kann wenn ich nicht weiß was ich hören soll. Oder besser ausgedrückt, wenn meine Stimmung so verwaschen ist, dass ich nicht mal in meinem ausreichend gefüllten Musik-Vorrat das passende Puzzelstück zu meiner Befindlichkeit finde.

„die hat ja Probleme“ denken nun sicher einige.
Aber!…sag ich da…Das ist nicht zu unterschätzen!

Musik vor allem nicht.

…Da ich gerade eine kleine Denkblokade habe, unterbreche ich diesen, eigentlich der Musik gewidmeten Beitrag für den Umstand, dass ich mir vor einigen Tagen Fimo gekauft habe und präsentiere hier nun mein erstes selbsgeknetetes „Schmuckstück“

Der Kapuzenpulli ist nicht aus Fimo.
Aber der stimmungsbeständige Apfel, der auf meiner Hühnerbrust thront. Es geht ihm sehr sehr gut. Er hat euch alle lieb.

Jetzt aber wieder zurück zum Thema.

Zwar bin ich, wie ich hoffe, aus dem musikalischen Nazitum herausgewachsen Menschen nach der Musik zu beurteilen die sie hören…muss mich aber immer noch mit willkürlichen Nervenzuckungen kämpfen, wenn jemand auf die Frage „Was für Musik hörst du denn so?“ mit „Ach eigentlich Alles!“ antwortet.
Denn leider spiegelt das nicht die Weltoffenheit und Toleranz gegenüber akustischen Künsten wieder, die es eigentlich ausdrücken soll…nein. Im Grunde heißt das nur

„Musik ist mir total egal“

Und das finde ich furchtbar schlimm.

Hmm. Jeder hat seine Prioritäten und das ist mit bewusst.  Aber wenn Musik deine Persönlichkeit und Stimmung widerspiegelt, weil du sie dir bewusst ausgesucht hast, was macht dann einen „Radiohörer“ aus?

Aber ich fasele und verstricke mich in selbstgehäkelten Fimo-Pollundern.

Meine Hände sind willig, aber mein Geist hält sich bereits seit heute Morgen in einem Hieronymus Bosch-Gemälde auf. Ist eigentlich ganz lustig hier in meinem Kopf, nur meine Kommunikationsfähigkeit leidet etwas.

Über Musik schreibe ich lieber ein anderes Mal.

Ach ja, sucht jemand noch eine Mitbewohnerin für November? In Bielefeld?
Ziemlich unkompliziert, teilzeit-gaga und sehr verlässlich?

Ich werde nämlich bitteren Herzens meine Spaceinvaders und ihren Einsatzbereich aufgeben (müssen) .  Da sie mir aber sicherlich hinterherfliegen werden, weil sie inzwischen stubenrein sind und ich sie an mich gewöhnt habe, wäre ich sehr fröhlich wenn sich interessierte Mitbielefelder bei mir melden würden um mir ein grandioses Zimmer für wenig Geld anzubieten.

Das wäre toll.

Verworren brezelartige Grüße von der surrealen Front des heutigen Tages,

Semi

p.s. Blaue Brezeln. Blaue.