Dank undefinierbarer Bauchschmerzen und des dazugehörigen Untersuchungsmarathons, waren meine kreativen Ergüsse die letzten Tage eher eingeschränkt. Dafür habe ich jetzt selbst gemalte Space-Invaders an der Wand, weil ich immer anfange irgendwas zu bemalen wenn ich mich ablenken will. Die sehen zwar extrem undigital aus, weil ich schon als Kind immer eine schlechte Note in Malen hatte, wenn es darum ging innerhalb der Linien zu malen, aber dennoch hübsch bunt. Vielleicht male ich noch ein paar, dann ist die Invasion authentischer. Jetzt habe ich überdies schon wieder vergessen was ich eigentlich schreiben wollte, hoffe aber dass es mir im Laufe des Schreibens an sich, wieder einfällt.

 

Da ich die letzten Tage…(Wochen, Monate…) viel zu viel Zeit hatte und unter diesen Umständen an chronisch frustrierter Vereinsamungs-Kreativität leide,  habe ich jeden einzelnen Gedankengang der mir je durch den Kopf ging ein weiteres Mal durchdacht und neu abgelegt. Unter anderem überlegte ich gestern was ich denn eigentlich mal werden wollte als ich Klein war und mir fielen mindestens 43.000 Berufswünsche ein, an denen ich nun nicht mal annähernd dran bin.

Mein absoluter Nummer 1 Traumberuf, der sich mit zirka 5 Jahren heraus kristallisierte, war Wissenschaftler. Natürlich völlig ohne konkrete Idee davon was denn das nun bedeutete, aber die Vorstellung mit wirren Haaren in einem Labor zu stehen und Phiolen mit bunten Flüssigkeiten zu schütteln und dabei schlau auszusehen und vielleicht noch ein paar Knöpfchen zu drücken, gefiel mir sehr gut. 

Später dann, so ungefähr als ich 6 Jahre alt wurde, wollte ich Dinosaurier-Forscherin werden. Dabei war ich sehr von billigen Disney-Tv-Produktionen geprägt und dachte, in einem Labor zu stehen und an futuristischen Lasergeräten zu stehen und Dinosaurierknochen mit 3D-Technik zu rekonstruieren gehöre dazu, genau wie Zeitmaschinen und eben jene auch zu benutzen.

Als ich 8 Jahre alt war, ging ich davon aus, dass ich einmal eine berühmte Kinder-Lexikon-Autorin würde. Schließlich konnte ich ja schon schreiben, und die Lexika die ich immer geschenkt bekam, fand ich immer sehr doof.

Meine Profession als überragender Klugscheißer wusste ich auch nicht besser unterzubringen.

Dann irgendwann folgte die Vorstellung Malerin zu werden sei eine echte Alternative zu meinen bisherigen Berufswünschen. Meine vorhin erwähnte Unfähigkeit innerhalb vorgegebener Linien zu malen allerdings, machte dieser Planung allerdings ein jähes Ende.

Als ich 14 war, wollte ich dann Grafik-Design studieren, dieser Berufswunsch wechselte sich mit Atom-Physikerin und Neurologin ab. Die beiden letzten Berufsbilder habe ich den Büchern „eine kurze Geschichte der Zeit“ von Stephen Hawking und „Der Mann der seine Frau mit einem Hut verwechselte“ von Oliver Sacks zu verdanken.

Als sich das mit der Atomphysik dank spektakulär schlechter Noten in meinen Gehirnwindungen verlief, blieben nur noch Neurologie und Grafik-Design übrig.

Leider flog ich dann von der Schule, was bedeutete, dass ich mir etwas neues überlegen musste. Inzwischen war ich auch schon alt genug um zu wissen dass ich niemals Dinosaurier-Forscherin werden würde und machte eine Ausbildung, womit ich am Grafik-Design noch am Nächsten war.

Jetzt bin ich allerdings schon wieder so weit, dass ich die Idee Wissenschaftlerin zu werden total prima finde.
Ich werde eben nie erwachsen.

Und was wolltet ihr mal werden?

10 Antworten zu “Zu den Akten gelegte Berufswünsche und Langeweile”

  1. Denis Sagt:

    Saurierforscher wollte ich interessanterweise auch einmal werden, ich habe als kind so viele Bücher darüber gelesen, dass ich es auch beinahe schon vor dem Abschluss der 4. Klasse war.

    Eine Weile später wollte ich barbarischer Held werden. Das habe ich dann auch studiert.

  2. shai Sagt:

    wo bleibt das foto der space invaders?

    ich wollte mal arbeitslos werden. jahre später lebe ich meinen traum.

  3. alltagsbrei Sagt:

    Dazu muss der liebe Denis mal mit seiner Digicam hier vorbeikommen…

  4. Denis Sagt:

    mache ich morgen oder übermorgen ;)

  5. amdecu Sagt:

    Ich wollte als Kind Werbesprecherin für Putzmittel werden und habe am Klo auch immer brav geübt … bin nie entdeckt worden. Dann wollte ich Archäologin werden. Keine Ahnung, ob mir diese Idee auch am Klo kam. Dann wollte ich Gehirnforscherin werden. Das war mir dann doch zu aufwändig. Momentan tät ich gern Millionärin werden … der Berufswunsch hält sich schon recht lange – habe leider noch keine Lehrstelle gefunden ;-)

  6. uta Sagt:

    da komm ich mir ja komisch vor, dass ich nicht mit jahreszahl angeben kann was ich mal werden wollte. vielleicht war ich auch nur immer zu unentschlossen. irgendwann wollte ich ja maskenbildnerin werden udn davor musicalsängerin. beides habe ich (zum glück) gelassen. jetzt mach ich das was ich nie machen wollte :)

  7. Mischa Sagt:

    Ich wollte mal Anwalt werden.

  8. Starfever Sagt:

    erst wollte ich erfolgreicher musiker werden, wie wohl jeder, der zum ersten mal in einer band spielt.
    dann wollte ich umweltwissenschaftler werden. jahre später hat es eine diplomarbeit geschafft, mir diesen wunsch extrem madig zu machen.

    ich hoffe dir geht’s bald besser, damit du mir die space invaders vorführen kannst.

  9. Atompudel Sagt:

    Ich wollte Tierpflegerin in Zoo werden, zusammen mit meiner Grundschuldfreundin Lisa.

  10. Gumminase Sagt:

    Als Kind wollte ich immer Computerspieleerfinder werden.

    Mit meinem jetzt eingeschlagenen Weg ist das gar nicht mehr soooo unrealistisch.


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